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Resolution des Kuratoriums des Wissenschaftsfonds Aufgrund der unklaren Budgetsituation war der FWF in seiner letzten Kuratoriumssitzung gezwungen, die Entscheidung über anstehende Projektanträge neuerlich zu verschieben. Angesichts dieser Situation sieht sich das Kuratorium des Wissenschaftsfonds zur folgenden Stellungnahme veranlasst. Erfreulicherweise war es dem FWF in den letzten Jahren möglich,
dem politisch beabsichtigten und vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung
(RFTE) empfohlenen Wachstumspfad im Bewilligungsvolumen zu folgen. Ein
erheblicher Teil dieses Wachstums war durch eine wiederholte Ausweitung
des so genannten Vorbelastungsrahmens möglich, wozu der FWF durch
die damalige Aufsichtsbehörde BMVIT schriftlich ermächtigt wurde.
Der FWF hat diese Vorbelastungserhöhungen als Ausdruck des politischen
Willens akzeptiert, in der Grundlagenforschung international aufzuschließen.
Wenn sich nun herausstellen sollte, dass durch die generellen Engpässe im Bundesbudget, verschärft durch die eingegangenen Verpflichtungen, die zukünftige Entwicklung des FWF gefährdet ist, so muss auf die schwerwiegenden Konsequenzen einer Reduktion von Neubewilligungen hingewiesen werden. Ein FWF, der signifikant weniger Neubewilligungen aussprechen kann, führt bei vielen der forschungsaktivsten Mitglieder der Scientific Community zu einer für den Wissenschaftsstandort schädlichen Unterbrechung der Forschungsarbeit, indem bestehende Forschungsgruppen auseinanderfallen oder attraktiven Angeboten im besser gestellten Ausland folgen und neue, junge Gruppen nicht entstehen können. Vielversprechendem wissenschaftlichem Nachwuchs - mehr als 80 Prozent der FWF-Mittel sind Personalkosten - wird die Arbeitsgrundlage entzogen. Hält man sich vor Augen, dass der FWF derzeit die Gehälter von mehr als 2.500 Jungforscherinnen und Jungforschern finanziert, so wird klar, welche enorme Bedeutung der FWF für die Entwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses in unserem Land hat und wie groß der Kreis allenfalls Betroffener ist. Dieser Schaden bliebe auch in späteren Jahren mit größerem Budget irreversibel. Das Herzstück kompetitiver Forschungsförderung in Österreich trägt den Namen FWF. Evaluationsergebnisse seiner Programme zeigen eindrucksvoll, dass die wissenschaftliche Produktivität von FWF-Projekten auf Augenhöhe ist mit Top-Nationen wie der Schweiz, den Niederlanden, Schweden oder Finnland. Wenn man die Idee der wissensbasierten Gesellschaft ernst nimmt, so wird gute Politik stets und erst recht in Krisenzeiten die Notwendigkeit erkennen, Investitionen im Forschungsbereich zu intensivieren. Konjunkturpakete, die den Zukunftssektor "Wissenschaft und Forschung" aussparen, entziehen hochentwickelten Ländern wie Österreich das Erfolgspotenzial von morgen. Die Budgets der Forschungsförderungsorganisationen fast aller hoch entwickelten Länder wurden in Anbetracht der ökonomischen Krise erhöht - so sieht der "American Recovery and Reinvestment Act 2009" für die nächsten zwei Jahren Budgetsteigerungen für die National Science Foundation um 40 Prozent vor. Der FWF braucht Kontinuität und Planungssicherheit in budgetärer
Hinsicht für seine Förderungstätigkeit, denn diese stellt
im Kern die Entwicklung vielversprechender Forscherinnen und Forscher
und damit die Zukunft unseres Landes sicher. Das Vorhaben, zur wissenschaftlichen
Weltspitze aufzuschließen, bedarf eines langen Atems. Daher fordert
das Kuratorium des Wissenschaftsfonds eine Fortsetzung des Aufholprozesses
im Vergabebudget des FWF. Wien, 16. März 2009
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Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) Haus der Forschung, Sensengasse 1, A-1090 Wien T +43-1-505 67 40 F +43-1-505 67 39 office@fwf.ac.at - www.fwf.ac.at |
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