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Presseaussendung Fehlendes Rezeptormolekül verursacht Tumorwachstum Das Fehlen eines Rezeptormoleküls trägt beim Menschen zum Wachstum von Tumoren des Eierstocks bei. Diesen überraschend klaren Zusammenhang belegt heute ein Team der Medizinischen Universität Wien mit der Veröffentlichung ihrer Daten im Fachjournal Molecular Cancer Research. Das vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützte Team fand auch die mögliche genetische Ursache für das Fehlen des Rezeptormoleküls, das einen wichtigen Faktor zur Regulierung des Zellwachstums darstellt. In gesunden Geweben wachsen und teilen sich die Zellen - in bösartigen Tumoren tun sie es genauso. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Regulierung. Diese funktioniert bei gesunden Geweben gut - und bei Tumoren eben nicht. Ein wichtiger Mechanismus dieser Regulierung ist der als Apoptose bezeichnete regulierte Zelltod. Dieser verursacht das kontrollierte Absterben einzelner Zellen, wenn es zum Vorteil des gesamten Organismus ist. Funktioniert dieser Selbstschutz nicht, dann können sich schädliche Zellen ungehemmt vermehren. Signal ohne Wirkung Prof. Krainer erläutert: "Zunächst war eigentlich nicht klar, was bei der Signalübertragung fehlt. Das Signal oder das Rezeptormolekül? Zur Klärung dieser Frage wurden von uns zehn verschiedene Proben von Tumoren der Eierstöcke untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass bei 40 % der Proben keine oder nur sehr wenige Rezeptormoleküle von DR4 vorhanden sind." In weiteren Untersuchungen wurde dann gezeigt, dass gerade diese Zellen besonders schlecht auf TRAIL reagierten. Damit war geklärt, dass das Fehlen des Rezeptors und nicht des Signals maßgeblich zum Tumorwachstum beitragen kann. Ruhige Gene Eine wichtige Kontrolle führten Prof. Krainer und seine KollegInnen
zum Abschluss ihrer Arbeiten durch: die Bestätigung der Ergebnisse
durch Tests an 36 verschiedenen Tumorgeweben, die direkt von PatientInnen
stammten. Diese Zellen repräsentieren nämlich im Vergleich zu
den für experimentelle Arbeiten üblicherweise verwendeten Zellkulturen
die tatsächlichen Erkrankungsursachen wesentlich besser. In 20 %
der untersuchten Gewebe wurde auch hier eine erhöhte Methylierung
des Gens und ein Fehlen von DR4 festgestellt. Publikation Wissenschaftlicher Kontakt Der Wissenschaftsfonds FWF |
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