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Presseaussendung Das Rollenbild des Experten und Sachverständigen - Untersuchungen zum modernen wissenschaftsphilosophischen Verständnis Wien/Innsbruck (FWF) - Die Komplizierung unserer Lebensverhältnisse sowie das Anschwellen des Wissens- und Erfahrungsstoffes bewirken, dass Politiker, Richter, Verwaltungsbeamte und sonstige Entscheidungsträger nur selten über das spezielle Wissen verfügen, das im jeweils aktuellen Fall vonnöten ist. Sie sind daher auf den Rat von Sachverständigen angewiesen. Anton Hütter und Josef Perger vom Institut für Philosophie der Universität Innsbruck untersuchen, unterstützt vom FWF, die Rolle der Wissenschaft und ihr Zusammenspiel mit Rechtsprechung, Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Ziel der Untersuchung ist, ausgehend von einer Analyse dieses Zusammenspieles, Vorschläge für eine effizientere Nutzung der Erkenntnisleistungen der Wissenschaft zu formulieren. Die wissenschaftlichen Grundlagen haben sich seit der rechtlichen Verankerung des Sachverständigenwesens stark verändert. Man glaubt nicht mehr daran, dass, wer immer das Wissen der Disziplin für eine Frage aufschließt, nur eine und dieselbe Antwort geben kann. Besonders in umweltrelevanten Entscheidungsprozessen zeigt sich, dass der Rückgriff auf "reine Erkenntnis" nicht möglich ist; hier ist jede Auskunft mit Ermessen verbunden. Dem herkömmlichen Verständnis nach ist der Experte aber immer noch eine Instanz, die über sicheres Wissen verfügt. "Es gehört zu den Zielen des Projekts, ein Modell zu erarbeiten, das den alten Anspruch an den Sachverständigen in den Wissensgarantien beschneidet, seinen Pflichtenkreis jedoch erweitert", erklärt Hütter. Lösung: Mediationsverfahren Dr. Anton Hütter Aussender: Wien, am 14. Juni 2002 |
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