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Presseaussendung Wittgenstein-Preis 2006 an den Physiker Jörg Schmiedmayer - Fünf Spitzen-Nachwuchsforscher mit dem START-Preis ausgezeichnet Bundesministerin Elisabeth Gehrer gab heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die diesjährigen Wittgenstein- und START-Preisträger bekannt. Insgesamt werden in den kommenden fünf bzw. sechs Jahren den sechs Forschern 7,5 Mio. EUR für ihre Arbeiten zur Verfügung stehen. Zum insgesamt elften Mal wurden die START- und Wittgenstein-Preise heuer vergeben und der Kreis der im Rahmen dieser Programme ausgezeichneten WissenschafterInnen wurde um sechs Personen erweitert. Der diesjährige Wittgenstein-Preisträger Jörg Schmiedmayer wurde mit 01. Oktober 2005 an die Technische Universität Wien berufen. Damit kehrt der Atomphysiker Jörg Schmiedmayer an jene Universität zurück, an der er 1987 zum Doktor der Technik promovierte. Eine Auswahl seiner internationalen Karrierestationen seit damals beeindruckt: Oak Ridge National Laboratory (Oak Ridge, USA), Institute Laue-Langevin (ILL, Grenoble, Frankreich), Harvard University (Cambridge, Massachusetts, USA), MIT (Cambridge, Massachusetts, USA) - beides übrigens als Schrödinger-Auslandsstipendiat des FWF - und von 2000 bis 2005 Professor für Physik am Physikalischen Institut der Universität Heidelberg (Deutschland). Vor seinem Ruf an die Universität Heidelberg war Jörg Schmiedmayer Universitätsassistent am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck, wo er sich 1997 im Fach Experimentalphysik habilitierte. Jörg Schmiedmayer beschäftigt sich mit Fragen der Miniaturisierung im Bereich der Quantenoptik und Quantenphysik. Konkret wird er mit seinem Wittgenstein-Preis Fragestellungen rund um das Thema "AtomChip" bearbeiten. Auf dem AtomChip werden Atome mittels nano-strukturierten Atomfallen und Mikrooptik gefangen, Quanten manipuliert, und detektiert. Das Ziel ist, eine Quantentoolbox zu entwickeln, die es erlaubt, in den verschiedensten Quantenwelten zu experimentieren und Quantenbrücken zwischen ihnen zu bilden. Mögliche Anwendungen reichen von ultrapräzisen Sensoren bis zur Quanteninformationsverarbeitung. Jörg Schmiedmayer Der Wittgenstein-Preis ist Österreichs höchstdotierter und prestigeträchtigster Wissenschaftspreis, der im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur jährlich seit 1996 durch den FWF vergeben wird. Der Preisträgerin / dem Preisträger stehen für ihre / seine weitere wissenschaftliche Arbeit bis zu 1,5 Mio. EUR für die Dauer von fünf Jahren zur Verfügung. Der Wittgenstein-Preis ist ein so genannter "Dry price", das heißt, die Gelder stehen ausschließlich für die intendierte Forschung und hier insbesondere für junge WissenschafterInnen, die im Wittgenstein-Projekt mitarbeiten, zur Verfügung. Der Entscheidungsvorschlag - basierend auf Fachgutachten ausländischer ExpertInnen - wurde von der Internationalen START- und Wittgenstein-Jury zusammengestellt. Die Jury setzt sich aus renommierten WissenschafterInnen aus dem Ausland zusammen, um eine bestmögliche Objektivierung der Entscheidung sicherzustellen. Die Jury tagte Anfang Juni 2006 zum ersten Mal unter der Vorsitzführung von Sheila Jasanoff, Professorin am renommierten Belfer Center der Kennedy School of Government, Harvard University. Neben dem Wittgenstein-Preis wurden fünf Spitzen-Nachwuchsforscher aus 33 Bewerbungen in das START-Programm aufgenommen. Die START-Auszeichnung stellt die höchstdotierte und anerkannteste Förderung von NachwuchsforscherInnen dar, die aufgrund ihrer bisher geleisteten wissenschaftlichen Arbeit die Chance erhalten sollen, in den nächsten sechs Jahren finanziell weitgehend abgesichert, ihre Forschungsarbeiten zu planen und eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Nach drei Jahren haben sie sich einer Zwischenevaluierung zu stellen. Die START-Preise sind jeweils mit 1,2 Mio. EUR dotiert. Die diesjährigen START-Preisträger sind (in alphabetischer Reihenfolge) Hartmut Häffner, Physiker am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen, Akademie der Wissenschaften (Projekttitel: "Kopplung von Ionenfallen-Quantencomputern"), Norbert Polacek, Molekularbiologe an der Sektion für Genomik und RNomik, Medizinische Universität Innsbruck (Projekttitel: "Nukleotid-Analog Interferenz im Ribosom"), Piet Oliver Schmidt, Physiker am Institut für Experimentalphysik, Universität Innsbruck (Projekttitel: "Direkte Frequenzkamm-Spektroskopie mit Quantenlogik"), Josef Teichmann, Mathematiker am Institut für Wirtschaftsmathematik, Technische Universität Wien (Projekttitel: "Geometrie stochastischer Differenzialgleichungen") und Gerald Teschl, Mathematiker an der Mathematischen Fakultät der Universität Wien (Projekttitel: "Spektralanalysis und Anwendungen auf Solitonengleichungen"). Hartmut Häffner Norbert Polacek Piet Oliver Schmidt Josef Teichmann Gerald Teschl Sowohl das START-Programm als auch der Wittgenstein-Preis sind für alle wissenschaftlichen Disziplinen offen. Die Gelder dürfen ausschließlich für Forschungsarbeiten verwendet werden. Die Programme werden vom FWF im Auftrag des Bildungsministeriums (BMBWK) durchgeführt. Rückfragen Wien, 19. Juni 2006
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