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Presseaussendung
Wittgenstein-Preis 2002 an den Physiker Ferenc Krausz
verliehen - 5 START-Preise für herausragende
Nachwuchsforscher
Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer verleiht am 3. Juli in Wien
die diesjährigen START- und Wittgenstein-Preise. Der Laserphysiker
Ferenc Krausz, ein gebürtiger Ungar, erhält den mit 1,5 Millionen
Euro bedeutendsten und am besten dotierten Wissenschaftspreis Österreichs.
Weiters erhalten fünf Nachwuchsforscher START-Preise. Diese sind
mit bis zu 1,2 Millionen Euro für sechsjährige Projekte dotiert.
Die Spannweite der behandelten Themen reicht von der Wirtschaftsgeschichte
des alten Babylon bis zu chronischen Gelenksentzündungen.
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Ferenc Krausz
(TU Wien) ist ein Spezialist für extrem kurze Laserpulse. Mit
dieser Technologie entwickelt er eine Art "Zeitmikroskop":
Elektronenbewegungen innerhalb von Atomen können untersucht werden
- etwas, was selbst mit den besten bisherigen Mikroskopen nicht möglich
ist. Weiters werden kohärente Röntgenstrahlen erzeugt, die
aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften vielfältige Anwendungen
von der Entwicklung neuer Werkstoffe bis zur Krebstherapie haben.
Ferenc Krausz hat 1996 einen START-Preis erhalten und ist mit 40 Jahren
der bisher jüngste Wittgenstein-Preisträger.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt
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Die fünf START-Preisträger und ihre Projekte sind:
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Der Physiker Wolfgang Heiß (Universität
Linz) ermittelt die "optischen Fingerabdrücke" von
Schadstoffen wie z. B. Ozon, Kohlenmonoxid oder Stickoxiden in Luft.
Die Methodik soll so verfeinert werden, dass einzelne Moleküle
nachgewiesen werden können.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt |
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Der Altorientalist Michael Jursa (Universität
Wien) untersucht die Wirtschaftsgeschichte Babyloniens (im Süden
des heutigen Irak) im ersten Jahrtausend v. Chr. Die Ergebnisse sind
weit über das engere Fachgebiet von Bedeutung, da in dieser Periode
die Kulturen im Mittelmeerraum vielfältigen Austausch mit Mesopotamien
pflegten.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt |
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Der Mediziner Georg Schett (Universität
Wien) erforscht die Mechanismen, die zum Knochenabbau bei rheumatoider
Arthritis, einer chronischen Gelenksentzündung, führen.
Dadurch sollen in der Folge auch neue Therapien zur Verhinderung einer
Gelenkszerstörung möglich werden.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt
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Der Informatiker Dieter Schmalstieg (TU
Wien) entwickelt die "Augmented Reality Technologie" weiter,
die über derzeit gebräuchliche Virtual-Reality-Systeme hinausgeht.
Dreidimensionale Computergrafiken werden auf halbdurchsichtigen Miniatur-Bildschirmen
in das Sichtfeld der BenutzerInnen eingeblendet, um vor Ort und abhängig
von der Situation helfende Informationen anzuzeigen.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt
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Der Mathematiker Joachim Schöberl (Universität
Linz) arbeitet an der Finite-Elemente-Methode, der wohl leistungsfähigsten
Methode zur Computersimulation in weiten Bereichen der Wissenschaft
und Technik. Durch sein Projekt sollen Rechenverfahren weiter verbessert
werden, mit denen beispielsweise die Materialspannungen in Kurbelwellen
berechnet und sichtbar gemacht werden.
> Lebenslauf
> Abstract zum Forschungsprojekt
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START- und Wittgenstein-Preise werden in diesem Jahr zum siebten Mal
vergeben. Die Entscheidung wurde von einer 12-köpfigen internationalen
Jury renommierter ExpertInnen getroffen. Ihr Vorsitzender ist der Auslandsösterreicher
Herwig Kogelnik von den Bell Laboratorien (USA).
Sowohl das START- als auch das Wittgenstein-Programm ist für alle
wissenschaftlichen Disziplinen offen. Die Gelder dürfen ausschließlich
für Forschungsarbeiten verwendet werden. Die Programme werden vom
Wissenschaftsfonds (FWF) im Auftrag des Wissenschaftsministeriums (BMBWK)
durchgeführt.
Rückfragen:
Dr. Laurenz Niel, FWF
niel@fwf.ac.at
Tel.: +43-1-505 67 40 DW 86
Wien, 3. Juli 2002
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