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Presseaussendung

"FWF-Aktie Translational Research" fast zehnfach überzeichnet - 43 Mio. EUR Antragsvolumen bei 4,5 Mio. EUR Förderungsvolumen

Das Ende Mai 2004 erstmalig ausgeschriebene Programm des Wissenschaftsfonds zur Förderung der Wissenschaften an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung (Translational Research) übertrifft selbst sehr optimistische Erwartungen. Das Echo bei den österreichischen GrundlagenforscherInnen war überaus beeindruckend.

4,5 Mio. EUR stehen dem Wissenschaftsfonds im Jahr 2004 im Rahmen des Offensivprogramms II der österreichischen Bundesregierung zur Verfügung; die GrundlagenforscherInnen haben Projektideen im Gegenwert von 43 Mio. EUR eingereicht. Das ist das Ergebnis nach Ablauf der Einreichfrist der erstmaligen Ausschreibung des Programms Translational Research - der Übersetzung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in Richtung Anwendung.

Der Wissenschaftsfonds hatte sein Programm zur Schließung der Förderlücke zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung am 24. Mai 2004 ausgeschrieben. Insgesamt gingen 168 Projektanträge ein, wobei auf die Gebiete "Biologie und Medizin" 50 % und auf "Naturwissenschaft und Technik" 44 % entfielen. Die den Geistes- und Sozialwissenschaften zuordenbaren Projekte machen rund 6 % der Anträge aus. Die mittlere Projektgröße liegt mit rund 250.000 EUR über der in der Ausschreibung genannten Orientierungsgröße von 200.000 EUR; diese Abweichung kann als Indikator gewertet werden, wie sehr der überwiegende Teil der AntragstellerInnen bestrebt war, realistische und den Förderintentionen entsprechende Projektideen einzureichen.

Die Grundlagenforschung bietet einen reichen Fundus anwendungsrelevanter Aspekte. Die Ausschreibung des Wissenschaftsfonds macht diesen Fundus in geballter Form sichtbar. Der FWF verfolgt mit der Lancierung seines Translational-Research-Programms eine Strategie, deren Richtigkeit durch die Ergebnisse der internationalen Evaluierung aus dem Frühjahr 2004 bestätigt wurde.

Dem in der Programmbeschreibung festgeschriebenen Procedere folgend werden in einem nächsten Schritt die Anträge nach formeller Überprüfung durch das Sekretariat des FWF in die internationale Begutachtung geschickt, um die besten Ideen mittels im Ausland tätiger, einschlägig anerkannter FachgutachterInnen identifizieren zu können. Diese als "Peers" bezeichneten ExpertInnen sind angehalten, neben der hohen wissenschaftlichen Qualität die Projektideen auf ihre Anwendungsrelevanz zu überprüfen. Die Gutachten der internationalen Peers werden die Grundlage für die Entscheidung des Kuratoriums des Wissenschaftsfonds über die Vergabe von Förderungen sein.

Voraussichtlicher Entscheidungstermin: 30. November 2004. Schon jetzt ist klar: Dieser Selektionsvorgang wird sich überaus kompetitiv gestalten. Nur die allerbesten Ideen werden unter den gegebenen Rahmenbedingungen gefördert werden können.

Rückfragen:
Mag. Stefan Bernhardt, MBA

Wien, 27. Juli 2004

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