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Presseaussendung

FWF-Preise für Wissenschaftskommunikation 2007:
Ausgezeichnete Wissenschaftskommunikation

Eine prominent zusammengesetzte Fachjury prämierte drei Wissenschaftskommunikationsprojekte. Medizinische Hochtechnologie, zoologische Klangstudien und virtuelle Nebenwelten werden darin vor allem einem jungen Zielpublikum näher gebracht.

Am 20. Juni 2007 wurden bei einer Sitzung der Fach-Jury des FWF-Preises für Wissenschaftskommunikation drei Kommunikationsprojekte prämiert. An der Jury-Entscheidung haben - in alphabetischer Reihenfolge - mitgewirkt: Monika Bannert (Dr. Bannert Public Relations), Ludovit Garzik (RFTE), Manfred Jochum (Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten), Christoph Kratky (FWF), Stefan Mayr (Universität Innsbruck), Klaus Taschwer (Der Standard), Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum Wien, RFTE).
Die prämierten Projekte

"Das Fliegende Immunologische Klassenzimmer", ist der Titel - mit Absicht angelehnt an einen Klassiker der Kinderbuchliteratur - des Konzepts von Fatima Ferreira und Reinhard Nestelbacher (Fachbereich für Molekulare Biologie, Universität Salzburg), das sie in diesem Jahr für den FWF-Preis für Wissenschaftskommunikation eingereicht haben. Ein mobiles Labor wird vor allem SchülerInnen und LehrerInnen die Möglichkeit bieten, in den Schulen hochtechnologische Experimente selbst durchzuführen. Im Fokus steht dabei das Thema Allergien. Das Kommunikationsprojekt beruht auf dem FWF geförderten Nationalen Forschungsnetzwerk "Immunologie der Allergene und Allergen-spezifischen Immunantworten" (Projektnummer: S88). Der erste Preis ist mit 30.000 EUR dotiert.

Auch der zweite Preis (20.000 EUR) richtet sich vor allem an ein junges Publikum. Papageiendame Polynesia lehrte Dr. Dolittle "Die Sprache der Tiere", in diesem Jahr prämierte die Jury das Projekt von Angela Stöger-Horwath (Mammal Communication Lab, Department für Evolutionsbiologie, Universität Wien) zu ebendiesem Thema mit dem zweiten FWF-Preis für Wissenschaftskommunikation. Das Projekt hat zum Ziel ZoobesucherInnen aller Altersstufen die Möglichkeit zu eröffnen, die Laute der Tiere auf ihre Bedeutung zu untersuchen. Bestandteil des Projektes sind Lautanalysen, eine Rätselralley etc. Die TeilnehmerInnen an dem Kommunikationsprojekt - ist die Jury überzeugt - werden durch das Thema Sprache in der Tierwelt auch einiges über die Kommunikation zwischen Menschen erfahren. Das Projekt basiert auf dem FWF-Projekt "Akustische Kommunikation von Afrikanischen Elefanten" (P18588) und wird in Kooperation mit österreichischen Tiergärten und Zoos durchgeführt.

Der in diesem Jahr durch die Jury verliehene dritte Preis (10.000 EUR) geht an Helmut Berger (Electronic Commerce Competence Center - ec3, Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, Technische Universität Wien). Der Titel des Projektes lautet "Research Exhibition & Experience Landscape (REEL)". Mit der Entwicklung eines Geländes in der virtuellen Onlinewelt Second Life wird das FWF-Forschungsprojekt "Eine 3D e-Tourismusumgebung" (L363) präsentiert werden. Dass die BesucherInnen dabei direkt an der Forschungsarbeit der WissenschafterInnen virtuell teilnehmen können, wurde besonders positiv bewertet.

Der FWF-Preis für Wissenschaftskommunikation
Der Wissenschaftsfonds vergibt seit dem Jahr 2006 jährlich Preise für Wissenschaftskommunikation. Prämiert werden hervorragende Kommunikations-Maßnahmen, die das Ziel haben, wissenschaftliche Inhalte aus Projekten, die vom FWF gefördert werden, wichtigen Zielgruppen zu kommunizieren. Es ist vorgesehen, dass 80 % der Preisgelder für die Umsetzung der ausgezeichneten Kommunikationsmaßnahmen verwendet werden (Projektgeld), die restlichen 20 % der Preisgelder stehen der/dem einreichenden WissenschafterIn zur persönlichen Verfügung (Preisgeld).
Einreichungsberechtigt waren alle WissenschafterInnen (ProjektleiterInnen und/oder ProjektmitarbeiterInnen), die an einem vom FWF geförderten Projekt (mit)arbeiten bzw. (mit)gearbeitet haben, wobei der Abschluss dieses Projekts zum Zeitpunkt der Einreichung nicht länger als drei Jahre zurückliegen durfte. Einreichende ProjektmitarbeiterInnen hatten nachzuweisen, dass der/die ProjektleiterIn mit der Einreichung einverstanden war. Eingereicht werden konnten Kommunikationsprojekte, deren Durchführung unmittelbar bevorsteht. Die eingereichten Kommunikationsmaßnahmen mussten in Zusammenhang mit einem vom FWF geförderten, wissenschaftlichen Projekt stehen.

Link zum Ausschreibungstext:
> www.fwf.ac.at/de/downloads/pdf/fwf-wisskomm-preis07.pdf

Rückfragen
Mag. Stefan Bernhardt, MBA

Wien, 21. Juni 2007

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