Renée Schroeder

© Universum Magazin/ Rita Newman

Professorin, Max F. Perutz Laboratories
Wittgenstein-Preisträgerin  


Offener Brief vom 25.03.2014


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann,
sehr geehrter Herr Vizekanzler Spindelegger,
sehr geehrter Herr Minister Mitterlehner,

Während 2000 Jahren (400 vor bis 1600 nach Christus) konnte die Weltbevölkerung nicht wachsen, obwohl Frauen im Schnitt 5 bis 10 Kinder bekamen. Von diesen 5 bis 10 Kindern konnten nur 2 überleben und selber Kinder bekommen. Grund dafür waren Infektionskrankheiten, Hunger und mangelnde Bildung. Während 2000 Jahren stagnierte die Weltbevölkerung bei 300 Millionen Menschen.

Dank der Wissenschaft ist es dem Menschen gelungen diese katastrophalen Lebensbedingungen zu überwinden und seit der Zeit der Aufklärung (der Beginn des wissenschaftlichen Zeitalters) steigt die Lebensqualität und die Lebenswartung. Jetzt leben über 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten.

Wir befinden uns an einem Wendepunkt: von einer exponentiell wachsenden Bevölkerung und Wirtschaft, müssen wir Menschen in eine neue stationäre Phase übergehen. Diese verlangt bisher nie dagewesene Veränderungen!

Wir Menschen haben erkannt, dass wir für unsere Evolution selbst verantwortlich geworden sind. Um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, gibt es nur eine einzige Möglichkeit: neue innovative Ideen zu finden, die uns erlauben werden neue Lebensgrundlagen zu finden, die kompatibel mit einer sich ständig verändernden Umgebung sind.

Dazu brauchen wir Mut zu Bildung und zu Innovation. Und das geht nur mittels Wissenschaft und Forschung, auf allen Ebenen.

Setzen Sie doch ein starkes Signal für die Zukunft!

Der beste Weg dies in Österreich zu tun, ist den Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung zu stärken! Der FWF ist das Beste was unser Land für diese Aufgabe hat!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Regierung viel Kraft, Mut und Erfolg bei der Bewältigung der Zukunft.

Renée Schroeder


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