Gender-Mainstreaming

Erfolge

Schiebinger und Schraudner beschrieben 2011 den Prozess "Gendered Innovations"* als jenen Prozess der Geschlecht und Genderanalysen in alle Phasen der Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung integriert und damit Exzellenz und Qualität der Ergebnisse sicherstellt. Im Jahr 2015 wurde die deutsche Version dieser Homepage "Geschlecht und Innovation" unter http://www.geschlecht-und-innovation.at/home/ zur Verfügung gestellt.

Gendered Innovations unterstützt die Exzellenz von Personen und Inhalten in der Wissenschaft, der Medizin und in der Technik. Dieser Prozess induziert gender-verantwortliche Wissenschaft und Technologie und zielt darauf ab, das Leben von Frauen und Männern global zu unterstützen.

In der Vergangenheit wurden drei Herangehensweisen im Bereich der Politik, der Institutionen und von ForscherInnen gewählt, um dieses Ziel zu erreichen:

  1. Fixing the Numbers  - Anzahl von Frauen in Wissenschaft, Medizin und Technik erhöhen
  2. Fixing the Institutions – Institutionen durch Abbau von Hürden und Veränderung von Strukturen verbessern
  3. Fixing the Knowledge – Wissen vervollständigen durch die Integration von Gender Analysen in Grundlagen – und angewandter Forschung

Die Implementierung der Stabsstelle Gender-Thematik im FWF ging im Jahr 2005 mit folgenden Zielen einher:

  • Sicherstellung der Qualität der erfassten Daten sowie Verknüpfung der vorhandenen Daten
  • Erhöhung der Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft
  • Verbesserung und Erhöhung von Karrierechancen von Frauen in der Wissenschaft
  • Erhöhung der Anzahl von Frauen als Projektleiterinnen und in den Gremien des FWF

Dem FWF ist es ein großes Anliegen, Chancengleichheit zwischen  Forscherinnen und Forschern im Rahmen seiner Förderungstätigkeit sicher zu stellen. Der FWF analysiert und veröffentlicht die Antrags- und Bewilligungsraten von Frauen und Männern jährlich und beobachtet die Entwicklungen eben dieser. Im Rahmen einer  FWF Selbstreflexion wurden die Entscheidungsprozesse des FWF intern und teilweise international analysiert und die Ergebnisse publiziert. "Checks and Balances" sind die Grundlage für einen  fairen und objektiven FWF-Entscheidungsprozess.

Die Übersicht zum "FWF Monitoring Chancengleichheit" stellt die entsprechenden Aspekte im FWF Verfahren jährlich aktualisiert dar.

Ein Überblick(pdf, 286KB) über die letzten 10 Jahre zeigt, dass der FWF doch einiges erreicht hat. Analysieren wir die Veränderungen in den FWF Programmen und Förderungen der letzten Jahre unter den Prämissen der oben beschriebenen Prozesse, so lässt sich zu den drei Punkten folgendes darstellen:

  1. FIX the Numbers
  2. FIX the Institutions
  3. FIX the Knowledge