W 1212 - Maria Sibilia - Entzündung und Immunität

Sprecherin: Maria Sibilia

bewilligt: 2006
verlängert: 2010, 2013

Universität/Forschungsstätte: Institut für Krebsforschung, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Medizinische Universität Wien

maria.sibilia(at)meduniwien.ac.at

www.meduniwien.ac.at/phd-iai

Die biologischen Funktionen des Immunsystems sind vielfältig und umfassen unter anderem die effektive Erkennung und Abwehr mikrobieller Infektionen, die Aufrechterhaltung von lebenslanger Toleranz gegen Selbst-Antigene und die Elimination von bestimmten malignen Tumorerkrankungen. Um diese für die Integrität des Organismus essenziellen Funktionen bewerkstelligen zu können, unterliegt das Immunsystem einer Vielzahl von komplexen molekularen und zellulären Regelkreisen.

Die Erforschung dieser immunologischen Mechanismen und deren Fehlfunktionen in entzündlichen und allergischen Erkrankungen wie auch in der Tumorabwehr beim Menschen trägt wesentlich zur Aufklärung der Pathogenese sowie der Entwicklung therapeutischer Strategien bei weit verbreiteten schweren Erkrankungen wie Allergie, Schuppenflechte, Rheumatoide Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose, Diabetes oder Transplantatabstoßung bei. Die zunehmende Häufigkeit dieser Erkrankungen innerhalb der Bevölkerung und deren oft sehr chronisch-progressiver Verlauf stellt eine große volkswirtschaftliche Herausforderung dar. Weltweit suchen Immunologen nach Ursachen und Mechanismen dieser Krankheiten. Nur durch ein besseres Verständnis dieser grundlegenden Vorgänge wird es gelingen, neue therapeutische Konzepte zu etablieren.

Das Doktoratskolleg „Entzündung und Immunität“ setzt sich zum Ziel, (1) ein internationales PhD-Programm auf dem Gebiet der Entzündung und Immunität an der Medizinischen Universität Wien (MUW) zu führen; (2) bestqualifizierte Studierende aus dem In- und Ausland für ein PhD-Studium an der MUW zu gewinnen; (3) Studierenden die Möglichkeit zu geben, an wissenschaftlich und medizinisch relevanten und kompetitiven Projekten mitzuarbeiten; (4) Studierenden ein wissenschaftlich und auch lehrinhaltlich spannendes Umfeld anzubieten; und (5) Studierende für eine erfolgreiche, weitere wissenschaftliche Karriere auszubilden.

Das im DK vorhandene Netzwerk von Wiener Forscherinnen und Forschern der MUW und der Veterinärmedizinischen Universität Wien, die auf dem Gebiet „Entzündung und Immunität“ zelluläre und molekulare Mechanismen des Immunsystems untersuchen, stellt sicher, dass die oben genannten Ziele erreicht werden können. Dies wird nicht nur durch eine hervorragende Infrastruktur, sondern auch durch ein spannendes wissenschaftliches Umfeld ermöglicht. Dieses zeigt sich auch durch die Teilnahme der meisten am DK beteiligten WissenschafterInnen an drei Sonderforschungsbereichen (SFB-F46: „Towards prevention and therapy of allergy“; SFB-F28: „Jak-Stat Signalling: From Basics to Disease“ und SFB-F35: „Transmembrane transporters in Health and Disease“). Insgesamt nehmen acht Forschungsgruppen der Medizinischen Universität Wien und zwei Forschungsgruppen der Veterinärmedizinischen Universität Wien am DK teil.

Die Teilnahme aller beteiligten WissenschafterInnen am PhD-Curriculum der MUW und die dadurch vorhandene Erfahrung in der Lehre stellen sicher, dass die theoretische Ausbildung der PhD-Studierenden auf einem international hochkompetitiven Niveau erfolgt.
Die Auswahl der bestqualifizierten nationalen und internationalen DoktorandInnen in einem objektiven und kompetitiven Evaluierungsverfahren stärkt die Qualität des DKs und hat Vorbildfunktion für die Rekrutierung von Studierenden im wissenschaftlichen und medizinischen Umfeld des DKs. Das DK „Entzündung und Immunität“ ist daher, neben den bereits existierenden Anstrengungen, eine komplementäre und maßgebliche Säule zur erfolgreichen Bildung eines international kompetitiven Exzellenzclusters im Bereich „Entzündung und Immunität“ in Österreich.

Ausbildungsplätze
Vom FWF werden zehn Stellen finanziert, die beteiligten Institutionen haben in Aussicht gestellt, weitere zehn Doktoranden-Stellen zu finanzieren.

Höhe der FWF-Förderung
5.762.109,40 €
(2.419.441,50 € für die 3. Förderperiode von 3 Jahren)

Anteil internationaler Studierender
In den ersten beiden Förderperioden betrug der Anteil ausländischer DoktorandInnen 41 %. Die dritte Auswahlrunde läuft gegenwärtig mit Bewerbungsfrist 30.4.2014. Es wird ein Anteil ausländischer DoktorandInnen von 40–50 % erwartet.

Faculty members
insgesamt 10

 

  • Barbara Bohle (MedUni)
  • Robert Eferl (MedUni)
  • Wilfried Ellmeier (MedUni)
  • Maria Sibilia (MedUni)
  • Herbert Strobl (MedUni)
  • Michael Trauner (MedUni)
  • Rudolf Valenta (MedUni)
  • Thomas Wekerle (MedUni)
  • Mathias Müller (VetMedUni)
  • Veronika Sexl (VetMedUni)



Sprecher des DKs
Maria Sibilia, Institut für Krebsforschung, Universitätsklinik für Innere Medizin I,
Medizinische Universität Wien

Maria.Sibilia(at)meduniwien.ac.at

Website: www.meduniwien.ac.at/phd-iai

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