W 1232 - Steffen Hering - Molekulare Arzneistoff-Targets

Sprecher: Steffen Hering

bewilligt: 2010

Universität/Forschungsstätte: Universität Wien, Medizinische Universität Wien und Technische Universität Wien

steffen.hering(at)univie.ac.at

Website: http://moltag.univie.ac.at/

 

 

Die Entdeckung und Entwicklung neuer Arzneistoffe wird zunehmend durch das Aufklären der molekularen Strukturen von Rezeptoren und das Verständnis der Arzneistoffinteraktionen mit 3D-Proteinstrukturen bestimmt. Modellorganismen (z.B. „knock in“ oder transgene Mäuse) ermöglichen die Identifizierung und Validierung von Drug Targets. Technologieplattformen für die Entwicklung von neuen Pharmaka integrieren molekulare Pharmakologie, Hochdurchsatz-Screening, Molekularbiologie, Zellbiologie, Synthesechemie, Modellorganismen sowie „predictive“ In-silico-Modelle. Die moderne Arzneistoffentwicklung erfordert daher profunde Kenntnisse auf diesen vielfältigen Teilgebieten.Acht Arbeitsgruppen der Universität Wien, der Medizinischen Universität Wien und der Technischen Universität Wien bilden die Forschungsplattform „Molekulare Drug Targets“ (MolTag) zur Ausbildung von DoktorandInnen. Hauptinhalte der Ausbildung von MolTag sind die Grundlagen der Interaktion von Arzneistoffen und Naturstoffen mit Ionenkanälen und Transportproteinen, Struktur-Funktionsuntersuchungen an diesen Targt-Proteinen sowie Methoden der Arzneistoffentwicklung. Im Rahmen des Kollegs wird die Expertise der Fakulty in Elektrophysiologie, Pharmakoinformatik, in der Erstellung von Tiermodellen, in chemischer Synthese, Mutationsstudien, Biophysik und mathematischer Modellierung vermittelt. Einen besonderen Stellenwert haben Aspekte der Arzneimittelsicherheit, wie die Interaktionen von Arzneistoffen mit Antitargets (z. B. den hERG-Kaliumkanälen).Das Ausbildungskonzept beinhaltet neben der intensiven Zusammenarbeit mit dem Betreuer auch eine Laborrotation, einen Journalclub, ein MolTag-Seminar, jährliche Workshops, die von den StudentInnen organisiert werden, sowie einen jährlichen „retreat“. Die Zuweisung eines Co-Betreuers, die Erstellung eines persönlichen Karriereplans, „enabling skills“- Seminare sowie die enge Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat garantieren hohe Qualität in der Betreuung der Studierenden. Die DoktorandInnen absolvieren in der Regel einen drei- bis sechsmonatigen Forschungsaufenthalt in einem Labor im Ausland.

Ausbildungsplätze
20

Höhe der FWF-Förderung
1.841.343 €

Anteil international Studierender
10 (50 %)

Faculty Members

  • Margot Ernst
  • Gerhard F. Ecker
  • Steffen Hering
  • Marko D. Mihovilovic
  • Harald H. Sitte
  • Evgeny Timin
  • Hannes Todt
  • Anna Weinzinger

Sprecher des DKs
Steffen Hering, Department für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Wien steffen.hering(at)univie.ac.at

Website: http://www.univie.ac.at/ptox/

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