W 1256 - Lukas Meyer- Klimawandel – Unsicherheiten, Schwellenwerte und Strategien

Sprecher: Lukas Meyer

bewilligt: 2013

Universität/Forschungsstätte: Universität Graz

lukas.meyer(at)uni-graz.at

Website: http://dk-climate-change.uni-graz.at/

 

 

Der anthropogene Klimawandel hat sich zu einer der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entwickelt. Strategien zum Umgang mit dem Klimawandel und seinen möglichen Folgen sind von Unsicherheiten geprägt. Das Forschungsprogramm des DK hat zum Ziel, ein besseres Verständnis dieser Unsicherheiten zu erreichen und Kriterien für Schwellenwerte im Sinne von kritischen Punkten zu entwickeln, an denen eine kleine Änderung im System ausreicht, um eine qualitative Änderung im System oder anderen Systemen herbeizuführen. Diese Überlegungen sollen mit der Entwicklung und Bewertung von möglichen Strategien zur Bewältigung des Klimawandels verbunden werden.Im Mittelpunkt der Dissertationsprojekte stehen die folgenden Forschungsfragen: 1) Wie kann mit den mit dem Klimawandel verbundenen Unsicherheiten in den Natur- und Sozialwissenschaften sowie aus der Perspektive der normativen Theorien umgegangen werden? 2) Was sind die kritischen Schwellenwerte von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen unter Berücksichtigung ihrer Anfälligkeit und Widerstandsfähigkeit und wie stehen sie mit normativen Schwellenwerten des Wohlergehens (Suffizienzgerechtigkeit) in Beziehung? 3) Was sind wissenschaftlich fundierte, technologisch und institutionell machbare, wirtschaftlich effiziente und ethisch vertretbare und nachhaltige Strategien zur Reaktion auf den Klimawandel?Antworten auf diese Fragestellungen sind anspruchsvoll, da sie mehrere Disziplinen, Akteure und unterschiedliche räumliche und zeitliche Skalen berücksichtigen und überbrücken müssen. Der interdisziplinäre Dialog und ein darauf beruhendes gemeinsames Verständnis bilden die notwendige Grundlage zum besseren Verständnis der Bedeutung und der Auswirkungen des Klimawandels und zur Entwicklung nachhaltiger Strategien. Eines der übergeordneten Ziele des Forschungsprogramms des DKs ist die Entwicklung von Konzepten, die es erlauben, auf einer wissenschaftlichen Ebene „eine gemeinsame Sprache zu finden“, während sie zur gleichen Zeit praktikable Werkzeuge auf der Ebene der einzelnen Disziplinen bilden. Der interdisziplinäre Ansatz des DKs wird nicht nur durch die verschiedenen beteiligten Disziplinen Philosophie, Systemwissenschaften, Ökonomie, Geowissenschaften, Meteorologie und Klimaforschung hergestellt, sondern zeigt sich auch in der umfänglichen interdisziplinären Forschungserfahrung der DK-Mitglieder im Rahmen internationaler Netzwerke.Für die DoktorandInnen des DKs wird ein spezielles DK-Ausbildungsprogramm (DKTP) implementiert, welches sie darin unterstützt, ihre wissenschaftlichen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen aufzubauen sowie ihre interdisziplinären und komplementären persönlichen Fähigkeiten zu fördern. Daher liegt der Fokus auf interdisziplinären Seminaren und Kolloquien, Sommerschulen und Workshops, in denen beschreibende, erklärende und normative Ansätze integriert werden. Die wissenschaftlichen Kompetenzen der Studierenden werden zudem durch das interdisziplinäre Arbeitsumfeld des DKs und die internationale Vernetzung der Forschenden und ihrer Projekte gestärkt. Angeboten werden auch Schulungen, welche die organisatorischen Fähigkeiten sowie die  Führungskompetenz und Teamfähigkeit der Studierenden fördern. Ausbildungsplätze11 DoktorandInnen und bis zu 17 assoziierte DoktorandInnen

 

Höhe der FWF-Förderung
2.177.175 €

Anteil international Studierender
Noch nicht bekannt

Faculty Members

  • Rupert J. Baumgartner
  • Birgit Bednar-Friedl
  • Steffen Birk
  • Ulrich Foelsche
  • Gottfried Kirchengast
  • Lukas H. Meyer
  • Alfred Posch
  • Oliver Sass
  • Andrea K. Steiner
  • Karl W. Steininger
  • Wilfried Winiwarter

Sprecher des DKs
Lukas Meyer, Institut für Philosophie, Universität Graz

lukas.meyer(at)uni-graz.at

Website: http://dk-climate-change.uni-graz.at/

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