Markus HENGSTSCHLÄGER

Markus HENGSTSCHLÄGER

Titel/akad. Grad
Univ.-Prof. Mag. Dr.

Website
http://www.meduniwien.ac.at/hp/medizinische-genetik/  

Schrödinger-Stipendium
J 0848, von 1993 bis 1994

Ort des Schrödinger-Stipendiums
USA New Haven, CT

Forschungsstätte des Schrödinger-Stipendiums
Yale University Medical School Department of Molecular Biophysics and Biochemistry  

Erinnerungen an das Schrödinger-Stipendium
Was mache ich heute
Persönliches / Mein "Credo"

Erinnerungen an das Schrödinger-Stipendium

Ich habe schon sehr früh im Zuge meines Genetik-Studiums gewusst, dass ich im Bereich Medizinische Genetik (Grundlagenforschung und genetische Routinediagnostik) arbeiten möchte. Die Kombination aus Forschung, Arbeit am und mit Patienten, und ethischer Reflexion dieses meines Handelns hat mich von Anfang an fasziniert. Ich wollte aber unbedingt noch im Zuge eines Auslandaufenthaltes meinen experimentellen wie auch intelektuellen Horizont erweitern. Darum habe ich mich um eine Postdoc-Stelle an der Yale University (USA) beworben um dort an transgenen Mäusen die molekularen Ursachen immunologischer Erkrankungen zu studieren.

Ich hatte das Glück in ein hoch effizientes Forschungslabor zu kommen und von dort mehrere Erstautorpublikationen veröffentlichen zu können. Es war eine sehr schöne Zeit. Sowohl experimentell als auch intelektuell habe ich dort von weltweit anerkannten Wissenschaftern lernen dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Der "American-Way-of-Science" hat mich beeindruckt und mir Spaß gemacht, der "American-Way-of-Life" weniger.

Was mache ich heute

Vor meinem Auslandsaufenthalt an der Yale University (USA) war ich Assistent am Vienna Biocenter. Von Amerika aus habe ich mich um eine Assistentenstelle an der Wiener Universitätsklinik für Frauenheilkunde beworben. Mit Antritt dieser Stelle habe ich meine eigene Grundlagenforschungsgruppe gestartet und die Leitung des Routinelabors für genetische Diagnostik übernommen. Mit 29 Jahren habe ich mich an der Universität Wien habilitiert und wurde a.o.Universitätsprofessor. Ich habe nebenbei eine Ausbildung zum Fachhumangenetiker abgeschlossen. 2004 bekam ich den Lehrstuhl für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien. Seit 2005 leite ich die Abteilung für Medizinische Genetik an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinischen Universität Wien - AKH.

Meine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Grundlagenwissenschaft und Routinediagnostik im Bereich der medizinischen Genetik (Erbkrankheit Tuberöse Sklerose, Stammzellen im Fruchtwasser, pränatale und postnatale genetische Diagnostik, Präimplantationsdiagnostik…). Ein besonderes Interessensgebiet innerhalb meiner Arbeit ist auch die Ethik in der molekularen Medizin.

Persönliches / Mein "Credo"

Ich bin fest davon überzeugt, dass es für eine erfolgreiche und erfüllte Karriere in der Wissenschaft unverzichtbar ist in verschiedene Forschungsstätten gelernt zu haben. Ich selbst habe im Children Cancer Research Insitute am St.Anna Kinderspital meine Diplomarbeit gemacht, war dann am Vienna Biocenter Assistent (Dissertation), ging dann mit einem Erwin-Schrödinger Stipendium an die Yale University (USA), um schließlich danach meine eigene Arbeitsgruppe an der Medizinischen Universität Wien (Universitätsklinik für Frauenheilkunde) zu starten.

Für österreichische WissenschafterInnen bietet das Erwin-Schrödinger Stipendium eine optimale Chance unverzichtbare zusätzliche Ausbildung zu bekommen. Ich halte dieses Stipendienprogramm für eine der besten Vorgangsweisen, wie in die Erweiterung des österreichischen wissenschaftlichen Kapitals investiert werden kann.