Silvia MIKSCH

Titel/akad. Grad
a.o.Univ.Prof. Dr. Mag.

Website
http://www.donau-uni.ac.at/ike
http://www.ifs.tuwien.ac.at  

Schrödinger-Stipendium
j 1042

Ort des Schrödinger-Stipendiums
USA Stanford, CA

Forschungsstätte des Schrödinger-Stipendiums
Stanford University
Department of Computer Science Knowledge System Laboratory (KSL) 

Erinnerungen an das Schrödinger-Stipendium
Was mache ich heute
Persönliches / Mein "Credo"

Erinnerungen an das Schrödinger-Stipendium

Als ich im August 1995 im Flugzeug nach San Francisco, Kalifornien saß, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen, was mich wohl erwarten würde. Aber dann ging alles sehr rasch und teilweise einfacher als ich dachte. Mit dem Bus (damals um einen Dollar) vom Flughafen ins Hotel, am nächsten Tag das Forschungsinstitut (Knowledge System Laboratory - KSL - Stanford University) besucht, gleich darauf auf Wohnungssuche, usw.

Die Aufnahme von den KollegInnen und der Projektleiterin Prof. Barbara Hayes-Roth war sehr offen und einladend. Gut war es, dass ich den wissenschaftlichen Kontakt mit einigen KollegInnen des KSL und der Stanford Universität bereits einige Zeit vor meiner Abreise aufgebaut hatte - das hat den Start sehr erleichtert.

Die inhaltliche Arbeit und die Zusammenarbeit mit den KollegInnen vorort war sehr, sehr spannend. Es gab mir die Möglichkeit neue Ideen zu entwicklen, Forschungsfragen genauer zu diskutieren, gemeinsame wissenschaftliche Artikel zu schreiben, verschiedene Vorträge zu halten und zu hören und namhafte Persönlichkeiten aus meinem Fachgebiet zu treffen. Und es mündete in eine langjährige Projektzusammenarbeit, die noch immer nach fast 10 Jahren anhält. Der Grundstein dafür war das Schrödinger-Stipendium.

Ich habe auch einige Lehrveranstaltungen besucht. Das war neben interessanten Inhalten auch eine sehr gute Möglichkeit das amerikanische Universitätssystem besser kennen zu lernen.

Das alltägliche Leben in Kalifornien war nicht immer so leicht wie es das Fernsehen nahe legt. Aus der Ferne wurden die vielen positiven Aspekte des Lebens in Österreichs sichtbarer.

Meinen Forschungsaufenhalt habe ich mit einer sehr schönen, drei-wöchigen Fahrt auf der Route 66, und zwar von Los Angeles nach Chicago (also entgegengesetzt zur üblichen Richtung) im September 1996 beendet.

Es war eine großartige Zeit, die mir viele Türen zu meinem zukünftigen wissenschaftlichen Werdegang geöffnet hat. Ich danke dem FWF, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe.

Was mache ich heute

Zur Zeit bin ich außerordentliche Universitätsprofessorin (a.o. Univ.-Prof.) am Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme (IFS) der Technische Universität Wien (TU-Wien).

Ab Jänner 2006 teilzeit bzw. ab März 2006 vollzeit werde ich ordentliche Universitätsprofessorin für Informations- und Kommunikationstechnologie an der Donau-Universität Krems (DUK, www.donau-uni.ac.at) sein. Auf diese neue Herausforderung freue ich mich sehr - ich werde das Department "Information und Knowledge Engineering (mit besonderer Berücksichtigung des Gesundheitswesen)" leiten.

Meine Forschungsthemen im Bereich des "Information and Knowledge Engineering" sind Information Visualization, Information Extraction and Integration, Information Mining, Plan Management (Continual Plan Modeling), Temporal Data Abstraction, und deren Anwendungen in der Medizin (protokoll-basierte Therapieplanung, Intensivmedizin, Verhaltenstherapie). Mein Schwerpunkt liegt in der Modellierung von und dem Schlußfolgern über zeitbezogene Daten, Information und Wissen in dynamisch verändernden Umgebungen.

Mein übergreifendes Ziel ist "Bridging the Gap between Theory and Practice".

Persönliches / Mein "Credo"

Für eine wissenschaftliche Karriere bringt ein mindestens einjähriger Aufenthalt an einer anderen Forschungsstätte in einem anderen Land enorme Entwicklungsmöglichkeiten. Andere Forschungszugänge und -arbeiten zu erleben, mit anerkannten ForscherInnen eng zusammenzuarbeiten, Forschungsfragen in einer kontinuierlichen Zusammenarbeit in aller Tiefe zu ergründen und zu bearbeiten und andere Kulturen kennen zu lernen, wäre bei kurzfristigen wissenschaftlichen Aufenthalten nicht in dieser Tiefe möglich. Das Schrödinger-Stipendium bietet damit auch die Möglichkeit, den Grundstein für eine enge und dauerhafte Vernetzung in der Forschungsgemeinschaft. All dies möchte ich nicht missen.