Stefan KRASA

Stefan KRASA

Titel/akad. Grad
Professor of Economics, Dr. rer.nat

Website
http://www.econ.uiuc.edu/~skrasa  

Schrödinger-Stipendium
J 0229, von September 1987 bis August 1989

Ort des Schrödinger-Stipendiums
USA Palo Alto, CA

Forschungsstätte des Schrödinger-Stipendiums
Stanford University Graduate School of Business  

Erinnerungen an das Schrödinger-Stipendium
Was mache ich heute
Persönliches / Mein "Credo"

Erinnerungen an das Schrödinger-Stipendium

Das Schrödinger-Stipendium hat es mir ermöglicht, zwei Jahre an der Graduate School of Business in Stanford zu verbringen. Ich hatte ein paar Jahre vorher von der reinen Mathematik auf Wirtschaftswissenschaften gewechselt. Professor Orosel und Professor Dierker vom Institut für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien haben mich dabei besonders unterstützt und mir auch den Kontakt nach Stanford vermittelt. Sowohl wissenschaftlich als auch persönlich waren die zwei Jahre eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich lernte führende Vertreter der Wirtschaftswissenschaften kennen, hatte die Möglichkeit, in Seminaren die neusten Forschungsarbeiten diskutieren zu können, und ich lernte sehr viel, als ich meine eigenen Arbeiten vortrug. Der Kontakt mit Graduate Studenten aus vielen Ländern war auch eine sehr wertvolle Erfahrung. Ganz besonders gerne erinnere ich mich an einen Doktoratsstudenten, der manchmal auch zu später Stunde unangekündigt bei meiner kleinen Wohnung vorbeikam, um mir mit großer Begeisterung seine neuen Resultate präsentieren zu können.

Was mache ich heute

In meiner Position als Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Illinois betreibe ich Forschung und halte Vorlesungen über Mikroökonomie für Undergraduate und Graduate Studenten. Ein Teil der von mir gehaltenen Vorlesungen ist für Studenten mit Berufserfahrung in ihren Heimatländern in wirtschaftspolitischen Positionen. Die Arbeit mit diesen Studenten ist für mich besonders bereichernd, weil sie viel praktische Erfahrung mitbringen und ich mit meiner Lehre auch ein wenig dazu beitragen kann, daß in ihren Heimatländeren bessere wirtschaftspolitische Entscheidungen getroffen werden.

Seit der Zeit meines Schrödinger-Stipendiums habe ich mich in meiner Forschung damit beschäftigt, wie sich Firmen finanzieren und welche Finanzkontrakte optimal sind, wenn die den Firmen und Investoren zur Verfügung stehende Information unterschiedlich ist. Die Kontraktheorie ist ein sehr aktives Forschungsgebiet in der Wirtschaftswissenschaft, aber nur wenige theoretische Modelle wurden bisher erfolgreich angewendet. In meinem neuesten, von der National Science Foundation und dem National Center for Supercomputing Applications unterstützten Forschungsprojekt haben meine Mitarbeiter und ich ein Modell entwickelt, mit dem wir Fragen über Risiko, Finanz- und Kontraktstuktur von Firmen quantitativ beantworten können.

Persönliches / Mein "Credo"

Die Gelegenheit, neue Erfahrungen an einer führenden Universität zu gewinnen, ist ein wichtiger Schritt für jeden jungen Wissenschaftler. Das Schrödinger-Stipendium ermöglichte mir diesen Schritt. Obwohl ich das Glück gehabt hatte, am Institut für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien ausgezeichnete Kollegen zu haben, wäre meine Karriere ohne Schrödinger-Stipendium sicher nicht so erfolgreich verlaufen.