F 28 - Mathias Müller - Jak-Stat Signalling: from Basics to Disease

Sprecher:
Mathias Müller

bewilligt: 2005; verlängert: 2010, 2013

Universität/Forschungsstätte: Veterinärmedizinische Universität Wien

mathias.mueller(at)vetmeduni.ac.at

www.jak-stat.at/

Jaks (Januskinasen) und Stats (‚signal transducers and activators of transcription’) bilden ein schnell agierendes Zwei-Komponenten-Signaltransduktionsmodul zur Kommunikation zwischen der Zelloberfläche und den Genen des Zellkerns. Diese lineare oder kanonische Jak-Stat-Signaltransduktion wird von einem breiten Spektrum an Zytokin- und Wachstumsfaktor-Rezeptoren der Zelloberfläche verwendet. Dementsprechend besitzen Jaks und Stats besondere Bedeutung hinsichtlich der korrekten Entwicklung und einwandfreien Funktion von Organismen. Teilweiser oder vollständiger Verlust und Fehlfunktion von Jak-Stat-Aktivitäten führt zu ernsten Folgeerscheinungen, wie z. B. Entwicklungs- und Immundefekten, entzündlichen Erkrankungen, metabolischen Störungen oder Krebsentstehung.

Der SFB Jak-Stat Signalling vereint sechs Arbeitsgruppen der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Die verantwortlichen ForscherInnen haben langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Jak-Stat-Biomedizin und folgen den gemeinschaftlichen Zielen, wissenschaftlichen Enthusiasmus und Synergien zu erzeugen, Expertise und Ressourcen zu vereinen und gemeinsame Projekte auszuführen, um die Qualität und den Umfang der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erhöhen. Der SFB Jak-Stat Signalling ermöglicht die Bearbeitung eines Gebiets von höchster biomedizinischer Bedeutung und vereint große Wettbewerbsfähigkeit mit Sichtbarkeit in der internationalen Forschungslandschaft.

In der dritten Antragsperiode ist der SFB Jak-Stat Signalling in die drei Forschungsbereiche (i) Infektion und Immunität, (ii) Hämatopoietische Entartungen und Tumorimmunüberwachung sowie (iii) Kanonische und Nicht-kanonische Mechanismen der Jak-Stat-Aktivität organisiert. Gemeinsam untersucht der SFB Folgeerscheinungen von Jak-Stat-Defekten in vivo und zeigt deren mechanistische und/oder zelluläre Ursachen auf. Die Forschung konzentriert sich auf Stat1 und Tyk2 in Infektionserkrankungen, Tumorüberwachung, Leukämie-Entstehung und auf Stat5 und Jak2 in hämatopoietischen Entartungen. Die gemeinsamen Forschungsziele werden durch eine übergreifende SFB-Struktur zur Organisation zentraler Plattformen für Tierzucht und -haltung, anspruchsvolle Zellkultur, bioinformatische Betreuung, externe und interne Kommunikation sowie von Maßnahmen zur Förderung der Karrieren junger SFB-MitarbeiterInnen unterstützt.

Durchschnittlich beschäftigte NachwuchswissenschafterInnen
25–28

Höhe der FWF-Förderung
3.256.530 € für 48 Monate

Principal Investigators (PI)
Siehe Website

Sprecher des SFBs
Mathias Müller, Institut für Tierzucht und Genetik, Veterinärmedizinische Universität Wien
mathias.mueller(at)vetmeduni.ac.at

Website
www.jak-stat.at/

f28.pdf(pdf, 74KB)

Kontakt
FWF – Der Wissenschaftsfonds
Haus der Forschung
1090 Wien, Sensengasse 1
T: +43/1/505 67 40-0, F: +43/1/505 67 39
office(at)fwf.ac.at
Sabine Haubenwallner
DW 8603, sabine.haubenwallner(at)fwf.ac.at