F 35 - Harald H. Sitte - Transmembrane Transporters in Health and Disease

Sprecher:
Harald H. Sitte

bewilligt: 2007, Verlängerung 2011

Universität/Forschungsstätte: Medizinische Universität Wien

harald.sitte(at)meduniwien.ac.at

www.sfb35.at/

Transporter ermöglichen die Translokation von Molekülen über biologische Membranen. Sie regulieren alle wesentlichen biologischen Vorgänge wie den Stoffwechsel und die Energiezufuhr, die intrazelluläre Konzentration physiologisch relevanter Ionen, die Signalübertragung zwischen Zellen und anderem mehr. Sie bilden auch eine Barriere gegen potenziell toxische Stoffe. Das wissenschaftliche Interesse an der Biologie von Transportern ist stetig gestiegen, derzeit ist dieses Feld unter den am raschesten wachsenden wissenschaftlichen Gebieten. Es gibt zahlreiche Gründe für die Beliebtheit der Transporter, unter anderem weil sie klinisch relevant sind und weil sich das zunehmende mechanistische Verständnis in einen therapeutischen Vorteil umsetzen lässt (z. B. Antidepressiva mit verbesserter Selektivität, neue Ansätze zur Behandlung therapie-refraktärer Epilepsien).

Dieses Konsortium schlug im ersten Antrag vor, sich auf zwei medizinisch relevante Transportsysteme, nämlich Neurotransmitter-Transporter und ABC-Transporter, zu fokussieren und drei Fragestellungen zu bearbeiten:

(i) die Struktur-Funktionsbeziehung dieser Transporter und deren bakterielle Homologe;
(ii) die Kontrolle der Transporterexpression durch physiologische Stimuli, durch Pharmako-chaperone und durch den regulierten Export aus dem endoplasmatischen Retikulum;
(iii) die Translation von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in klinische Paradigmen, indem PET-Liganden entwickelt werden, die die Untersuchung von Transportern an der Blut-Hirn-Schranke bzw. in der Leber ermöglichen, indem die Transporterexpression mit klinischen Beobachtungen korreliert wird, um deren Bedeutung für die Pathophysiologe verschiedener Erkrankungen zu verstehen.

In der zweiten Förderperiode bereitete die einzigartige Kombination konzeptionellen Wissens und technischer Expertise einen fruchtbaren Boden für eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums. In der jetzigen Phase kommen uns die oben zusammengefassten Alleinstellungsmerkmale zugute: Das Forschungsgebiet reicht von Bakterien bis zum Menschen, von der Strukturbiologie bis zur Analyse komplexer Erkrankungen, von der Darstellung von Einzelmolekülen bis zur funktionellen Bildgebung von Transportern im komplexesten Gewebe, dem Gehirn in vivo. Wir spannen daher den Bogen zwischen biologischer Grundlagenforschung und klinischer Medizin.

Höhe der FWF-Förderung
4.400.000 €

Principal Investigators (PI)

  • Peter Chiba, Institut für Medizinische Chemie, MedUni Wien
  • Gerhard F. Ecker, Department für Medizinische/Pharmazeutische Chemie, Uni Wien
  • Michael Freissmuth, Institut für Pharmakologie, MedUni Wien
  • Peter Hinterdorfer, Institut für Biophysik, Uni Linz
  • Karl Kuchler, MFPL, MedUni Wien
  • Markus Müller, Institut für klinische Pharmakologie, MedUni Wien
  • Daniela Pollak, Department für Neurophysiologie und Neuropharmakologie, MedUni Wien
  • Gerhard F. Schütz, Institut für Angewandte Physik, TU Wien
  • Maria Sibilia, Institut für Krebsforschung, MedUni Wien
  • Harald H. Sitte, Institut für Pharmakologie, MedUni Wien
  • Michael Trauner, Universitätsklinik für Innere Medizin III, MedUni Wien


Sprecher des SFBs
Harald Sitte, Institut für Pharmakologie, Medizinische Universität Wien

harald.sitte(at)meduniwien.ac.at

Website
www.sfb35.at

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Kontakt
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T: +43/1/505 67 40-0, F: +43/1/505 67 39
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