F 54 - Johannes A. Schmid - Zelluläre Mediatoren zwischen Entzündung und Thrombose

Sprecher:
Johannes A. Schmid

bewilligt: 2013

Universität/Forschungsstätte: Medizinische Universität Wien

johannes.schmid(at)meduniwien.ac.at

www.meduniwien.ac.at/inthro

Verschiedene lebensbedrohende Erkrankungen wie Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Lungenembolie, die zu den häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt zählen, haben als gemeinsame Ursache eine pathologische Form von Blutgerinnung, die als Thrombose bezeichnet wird. In der klassischen Sichtweise wird Thrombose durch eine Kaskade von Protein-Interaktionen ausgelöst, die schließlich zur Bildung eines Blutgerinnsels führen. Eine neuere Sicht versteht dieses Phänomen nicht nur als eine kurzfristige Aktivierung und wechselseitige Bindung koagulatorischer Proteine, sondern berücksichtigt auch dynamische Interaktionen von Zellen und Proteinen, die in hohem Maß mit Entzündungsprozessen verbunden sind. Der vorliegende Projektantrag soll die Basis für eine kooperative Anstrengung exzellenter Forschungsgruppen sein, die zellulären und molekularen Verbindungen zwischen Thrombose und Entzündungsprozessen zu untersuchen und damit neue Strategien für die Bekämpfung dieser Krankheitsbilder aufzubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir an der Medizinischen Universität Wien ein Konsortium interdisziplinärer Forschungsgruppen aufzubauen, in dem GrundlagenforscherInnen mit erfahrenen KlinikerInnen zusammenarbeiten. In einer kooperativen Allianz zwischen den bereits vorhandenen Forschungsgruppen und mit den Mitteln für 22 weitere WissenschafterInnen wollen wir die Wechselwirkungen zwischen Leukozyten, Blutplättchen, Mikropartikeln und Endothelzellen untersuchen.

Die spezifischen Ziele unserer Initiative sind:
-    die Identifizierung der Veränderungen von Blutplättchen und Mikropartikeln, die mit Entzündungsprozessen verbunden sind, um eine Basis für neue Therapien gegen Thrombosen aufzubauen;
-    die Aufklärung der Rolle aktivierter Endothelzellen und Leukozyten in thrombotischen Prozessen; im Speziellen bei Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder thrombotischen Embolien;
-    der Aufbau einer umfassenden Sammlung von Patienten-Proben sowie einer damit verknüpften elektronischen Datenbank, um eine genauere Analyse von Bio-Markern und deren Korrelationen im Verlauf thrombotischer Erkrankungen zu ermöglichen.
 
Durchschnittlich beschäftigte NachwuchswissenschafterInnen
16 PhDs, 6 Postdocs

Höhe der FWF-Förderung
10 Mio. € für 8 Jahre

Internationales Beratungsgremium

  • Prof. Nigel Mackman, Department of Medicine; University of North Carolina
  • Prof. Lina Badimon, Director of the Cardiovascular Research Center; Barcelona
  • Prof. Klaus T. Preissner, Department of Biochemistry; Universität Gießen
  • Principal Investigators (in alphabetischer Reihenfolge)
  • Prof. Christoph Binder, Dept. of Laboratory Medicine, MUW
  • Prof. Christine Brostjan, Dept. of Surgery, MUW
  • Prof. Rainer de Martin, Dept. of Vascular Biology, MUW
  • Prof. Bernd Jilma, Dept. of Clin. Pharmacology, MUW
  • Prof. Sylvia Knapp, Dept. of Internal Medicine I, MUW
  • Prof. Irene Lang, Dept. of Internal Medicine II, MUW
  • Prof. Ingrid Pabinger, Dept. of Internal Medicine I, MUW
  • Prof. Peter Petzelbauer, Skin and Endothelium Research Division Dept. of Dermatology, MUW
  • Prof. Johannes A. Schmid, Dept. of Vascular Biology, MUW
  • Prof. Johann Wojta, Dept. of Internal Medicine II, MUW
  • Sprecher des SFBs
  • Johannes A. Schmid, Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, Institut für Gefäßbiologie und Thromboseforschung, Medizinische Universität Wien, johannes.schmid(at)meduniwien.ac.at


Website: www.meduniwien.ac.at/inthro

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Kontakt
FWF – Der Wissenschaftsfonds
Haus der Forschung
1090 Wien, Sensengasse 1
T: +43/1/505 67 40-0, F: +43/1/505 67 39
office(at)fwf.ac.at
Sabine Haubenwallner
DW 8603, sabine.haubenwallner(at)fwf.ac.at