Quantenforschung und -technologie (QFTE)

Die Österreichische Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung betraut den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit der Umsetzung des neuen FTE-Förderungsprogramms „Quantenforschung und -technologie“ (QFTE). FWF und FFG bieten ein abgestimmtes Förderungsportfolio für Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von Humanressourcen. Für die nationale Ausschreibung 2019 steht ein operatives Gesamtbudget von ca. 4,5 Mio. € zur Verfügung, wovon ca. 1,0 Mio. € auf den FWF und ca. 3,5 Mio. € auf die FFG entfallen.

Hintergrund und Ziele des Programms QFTE
Österreich zählt international bereits jetzt zu den herausragenden Standorten für Quantenforschung und Quantentechnologie. Um die Position Österreichs in diesem Zukunftsfeld zu stärken, unterstützt die österreichische Bundesregierung mit den Mitteln der Österreichischen Nationalstiftung den neuen Schwerpunkt. Ziele des Programms QFTE sind die Erforschung neuer Erkenntnisse und neuer Anwendungsmöglichkeiten und der Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich durch Themenführerschaft.

Auf europäischer Ebene wird darüber hinaus seit 2016 ein „FET-Flagship Programme Quantum Technologies“ ausgearbeitet, dessen Vorlaufphase (Ramp-up) 2018 begann. Bei diesem Flagship-Programm handelt es sich um ein visionäres Forschungsvorhaben mit bis zu zehn Jahren Laufzeit und einem EU-Budget von 500 Mio. €. Weitere 500 Mio. € werden von Unternehmen und Forschungseinrichtungen der EU-Mitgliedstaaten beigetragen.

Der FWF und die FFG bieten gemeinsam ein breites und komplementäres Angebot an Förderungsmaßnahmen. Den Ansprüchen der österreichischen ForschungsakteurInnen wird auf vielseitige Weise Rechnung getragen.

Zielgruppe der FWF-Ausschreibung

  • in Österreich tätige WissenschafterInnen mit herausragender wissenschaftlicher Qualifikation
  • keine Anrechnung gegen bestehende Einzelprojekte oder internationale Projekte


Zielsetzungen

  • Förderung von thematisch klar abgegrenzten Forschungsvorhaben aus den Quantentechnologien mit Anwendungspotenzial
  • Weiterentwicklung von Ergebnissen der Grundlagenforschung der Quantenphysik in Richtung technologische Anwendung
  • Stärkung von weiterführender bzw. orientierter Grundlagenforschung an der Schnittstelle zur angewandten Forschung
  • Ausbau von wissenschaftlichem Humanpotenzial nach dem Prinzip „Ausbildung durch Forschung“


Anforderungen

  • herausragende wissenschaftliche Qualifikation, nachgewiesen durch mindestens zwei referierte Publikationen in den vergangenen fünf Jahren
  • laufendes oder vor maximal drei Jahren abgeschlossenes Projekt der Grundlagenforschung, auf dem das Vorhaben aufbaut


Dauer

maximal 3 Jahre

Höhe

  • maximal 300.000 €, Personal- und Sachmittel wie bei Einzelprojekten


Antragstellung
Über das elektronische Antragsportal des FWF (elane)

  • Ausschreibungsbeginn: 11. Juni 2019
  • Ausschreibungsende: 24. September 2019
  • Antragssprache: Englisch


Vergabe

  • durch das Kuratorium des FWF im März 2020
  • auf Basis einer internationalen Begutachtung
  • Zirka 3 Projekte können vom FWF gefördert werden


Kontakt

Stefan Uttenthaler
Elvisa Seumenicht

Downloads
Antragsunterlagen

Elektronische Antragstellung
elane

Kooperation mit FFG und AWS

Die FFG bietet parallel dazu mit der Ausschreibung 2019 im Rahmen von QFTE die Förderung von kooperativen F&E-Projekten an. Forschungseinrichtungen und Unternehmen definieren gemeinsam ein anwendungsorientiertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Themenfeld Quantenforschung und -technologie. Mindestanforderung ist die Teilnahme je eines österreichischen Unternehmens. Die Laufzeit beträgt maximal drei Jahre.

Informationen zur Beantragung der kooperativen F&E-Projekte bei der FFG finden Sie hier. Weiters steht die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS) beispielsweise für Start-up-Finanzierung, Beratung über Schutzrechte sowie Technologie-Recherche und -Vermittlung zur Verfügung.


Ansprechpartnerin in der FFG
Dr. Fabienne Nikowitz
+43 (0)5 7755 - 5081
fabienne.nikowitz(at)ffg.at