Viele bunte Heißluftballons aus der Froschperspektive am blauen Himmel
Das 1000-Ideen-Programm fördert unkonventionelle Forschungsideen mit hohem Innovationspotential. Für interessierte Forschende finden im November und Dezember Webinare statt. © unsplash

Forschen bedeutet, zu neuen Ufern aufzubrechen. Oft sind es dabei unkonventionelle Ansätze, die bahnbrechende Innovationen ermöglichen. Der Wissenschaftsfonds FWF fördert mit dem 1000-Ideen-Programm gezielt High-Risk-Forschung in Österreich. Die Einreichfrist für die zweite Ausschreibungsrunde startet am 16. November 2020. 

Erklärtes Ziel des 1000-Ideen-Programms ist die Stärkung der Innovationskraft heimischer Grundlagenforschung, indem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an österreichischen Forschungsstätten visionäre Ideen umsetzen können. Denn „solange Sie nicht über Ihr Wissen hinausgehen und hinter das Bekannte blicken, können Sie nichts Neues entdecken“, erklärt der Juryvorsitzende James W. Kirchner von der ETH Zürich. Er ermuntert dazu, „kreative Ideen klar und verständlich zu erklären – auch für Expertinnen und Experten anderer Fachdisziplinen – und einzureichen“.

„Mutige, große Idee auch formulieren!“

Voraussetzung für eine Finanzierung durch das 1000-Ideen-Programm ist ein hohes wissenschaftlich-transformatives Potenzial der Forschungsidee. Diese kann durchaus das herkömmliche Verständnis für den jeweiligen Wissenschaftsbereich in Frage stellen und – bestenfalls – einen unerwartet hohen Fortschritt im jeweiligen Bereich darstellen. Das Programm macht es Forschenden möglich, besonders originelle oder riskante Projektideen umsetzen zu können, die von anderen Förderungsprogrammen nicht finanziert werden können. Entsprechend hohes Potenzial sah die international besetzte Jury auch im Projekt von Karin Albrecht-Schgör. Die Zellbiologin mit immunologischem Schwerpunkt forscht an der Medizinischen Universität Innsbruck und verfolgt einen völlig neuartigen Ansatz bei der Therapie zerebraler Malaria – und erhielt beim ersten Call eine Förderung. „Der 1000-Ideen-Grant ermöglicht die Verifizierung der Forschungsidee. Damit sind wir in der Lage, erste Daten zu generieren“, freut sich Albrecht-Schgör. Ihr Ratschlag für die Einreichung zum 1000-Ideen-Programm: „Man darf sich trauen, die mutige, große Idee, die man hat, auch zu formulieren. Mut zahlt sich hier definitiv aus.“

Einreichphase: 16. November 2020 bis 18. Jänner 2021

Die zum 1000-Ideen-Programm eingereichten Projektanträge werden in einem Doppelblind-Verfahren anonymisiert von einer 20-köpfigen internationalen Jury unter der Leitung von James W. Kirchner bewertet. Auf Basis der Empfehlungen der Jury entscheidet das FWF-Kuratorium über die Förderungen. Die ausgewählten Forscherinnen und Forscher erhalten für ihr maximal 24 Monate dauerndes Projekt bis zu 150.000 Euro. Die Einreichfrist der zweiten Ausschreibungsrunde für das 1000-Ideen-Programm startet am 16. November 2020 und endet am 18. Jänner 2021.

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Beim ersten Fördercall des 1000-Ideen-Programms reichten Forscherinnen und Forscher rund 300 Projektanträge ein. 24 Projekte an zwölf Universitäten und Forschungsstätten wurden schließlich mit einem Volumen von 3,4 Millionen Euro gefördert. Für die zweite Ausschreibungsrunde stehen erneut rund drei Millionen Euro Förderungsvolumen zur Verfügung.

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