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"Forschung Ahoi!" heißt es heuer vom 13. bis 24. September in Österreich. Im Bauch des Forschungsschiffes, das vor wenigen Tagen zu seiner großen Tour von Berlin aus aufgebrochen ist und heuer zum dritten Mal Österreichs Bevölkerung zum Ausprobieren, Mitmachen und Mitforschen einlädt: eine interaktive Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit. Österreichs Grundlagenforschung ist exemplarisch mit einem Forschungsprojekt des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU) zum Thema Bevölkerungsentwicklung vertreten. Der Aufenthalt der MS Wissenschaft in Österreich wird durch den FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung – mit Unterstützung des BMWF ermöglicht.

Wien, 5. Juni 2012. An Bord sind weder Erz noch Kohle, auch nicht Raps oder Sonnenblumenkerne, sondern jede Menge Wissen(schaft). Das 105 Meter lange und 9,50 Meter breite Schiff, das von Herbst bis Frühjahr als "normales" Frachtschiff mit dem Namen MS Jenny unterwegs ist, mutiert seit 2003 alljährlich zwischen Mai und September zur MS Wissenschaft, die im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung als schwimmendes Science Center die Bevölkerung zum Ausprobieren, Mitmachen und Mitforschen einlädt. An Bord: Eine  jährlich wechselnde Ausstellung, die höchst erfolgreich breiten Bevölkerungskreisen Forschung näher bringt. Heuer zum Thema Nachhaltigkeit. In Wien wird die MS Wissenschaft vom 13. bis 17. September/Schiffsstation Millennium Tower, in Krems am 18. und 19. September/Krems-Stein und in Linzvom 21. bis 24. September/Donaulände, Höhe Brucknerhaus, vor Anker liegen.

 

Interaktive Ausstellung 2012: 
40 aktuelle Forschungsprojekte zur Nachhaltigkeit

Nach der Energieforschung im Jahr 2010 und der Gesundheitsforschung im vergangenen Jahr liefert heuer die Nachhaltigkeitsforschung die Inhalte für die Ausstellung an Bord. Unter dem Motto "Zukunftsprojekt Erde" werden die Besucherinnen und Besucher von Ende Mai bis Mitte Oktober zu einem "Rundgang durch die Stadt der Zukunft" auf die MS Wissenschaft eingeladen. Die Forscherinnen und Forscher, deren Projekte in der Ausstellung vorgestellt werden, befassen sich mit den Leitfragen "Wie wollen wir leben?", "Wie müssen wir wirtschaften?", "Wie können wir unsere Umwelt bewahren?"

Rund 40 interaktive Exponate zeigen, woran die Wissenschaft arbeitet, damit unsere Kinder und Enkelkinder in einer intakten Umwelt und einer gerechten Gesellschaft mit einer funktionierenden Ökonomie leben können.

 

Erleben, woran die Nachhaltigkeitsforschung arbeitet 

Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf einen Rundgang durch die Stadt, auf den Markt und auf den Spielplatz, ins Kaufhaus, ins Kino oder in den Park. An typischen Orten einer Stadt kann man erkunden und erleben, woran die Nachhaltigkeitsforschung arbeitet:

Sie finden nachhaltige Ideen fürs Wäschewaschen und im Einkaufskorb, können Rohstoffe im Müll entdecken und Ackerbau im Hochhaus. Lichtverschmutzung und Wassermanagement sind ebenso Themen der Ausstellung wie Biodiversität, Klimawandel und nachhaltige Energieversorgung.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden eingeladen, anhand der Exponate Themen und Ergebnisse der Nachhaltigkeitsforschung selbst zu entdecken und sich ein Urteil darüber zu
bilden, welche Auswirkungen unser Handeln heute für künftige Generationen haben kann. Sie finden zukunftsfähige Ideen und Projekte für eine nachhaltige Entwicklung.
(siehe: www.ms-wissenschaft.de/ausstellungskarte/index.html).

 

Nachhaltigkeitsforschung aus Österreich: 
Die Weltbevölkerung der Zukunft

Österreichs Nachhaltigkeitsforschung ist exemplarisch mit einem Forschungsprojekt des Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU) zum Thema Bevölkerungsentwicklung, gefördert u. a. auch vom FWF, auf der MS Wissenschaft vertreten. Im Rahmen verschiedener Zukunftsszenarien gehen Wittgenstein-Preisträger Wolfgang Lutz und sein Team der Frage nach, wie gesellschaftliche Entwicklungen das Leben auf der Erde beeinflussen.

 

Der Bevölkerung die Bedeutung von Grundlagenforschung bewusst machen

Zu den Gründen, warum sich der FWF, Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung, auch heuer bei der MS Wissenschaft engagiert, verweist FWF-Präsident Christoph Kratky auf den gesetzlichen Auftrag an den Wissenschaftsfonds – festgeschrieben im  Forschungs- und Technologieförderungsgesetzes FTFG –, eine breite Öffentlichkeit durch neue Formen partizipativer Kommunikation für wissenschaftliche Forschung und ihre Förderung zu sensibilisieren. "Mit interaktiven Kommunikationsinitiativen wie der MS Wissenschaft, die auf so anregende und unterhaltende Weise Einblick in die Arbeit von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern geben, kann dieser Auftrag in besonderem Maße erfüllt werden", betont der FWF Präsident. Bisher sind in Österreich rund 20.000 Menschen, darunter viele Kinder, der Einladung auf das Forschungsschiff gefolgt.

 

Wissenschaft im Dialog (WiD),

eine Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft, die bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Neugierde wecken und die Faszination für Forschung entfachen will, ist vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit der Umsetzung des Projektes MS Wissenschaft beauftragt.
Infos unter: www.wissenschaft-im-dialog.de/wir-ueber-uns/portraet.html

 

Öffnungszeiten und Anmeldung

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Für Schulklassen und Gruppen ab 10 Personen ist eine Anmeldung unter www.ms-wissenschaft.de (Gruppenanmeldung linke Menüleiste) erforderlich. Die Ausstellung ist für Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren geeignet.

Infos zur MS Wissenschaft 2012

Wien, 5. Juni 2012

Kontakt:

Rückfragen
Mag. Stefan Bernhardt, MBA
FWF - Der Wissenschaftsfonds
Tel.: +43-1-5056740-8111

Dr. Monika Bannert
Projektleitung MS Wissenschaft in Österreich im Auftrag des FWF
Tel.: +43-664-2100618
m.bannert(at)pr-expert.at

 

Related Links

MS Wissenschaft: www.ms-wissenschaft.de/

Zukunftsprojekt Erde. Eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Wissenschaftsjahr 2012: www.zukunftsprojekt-erde.de/

Wissenschaft im Dialog: www.wissenschaft-im-dialog.de/

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