Der FWF hat im Jänner 2012 folgende Neuregelung der studentischen Mitarbeit in FWF-Projekten beschlossen:

Kosten für StudentInnen mit noch nicht abgeschlossenem Master-/Diplomstudium können ab 1. Juli 2012 nur mehr als Dienstvertrag für maximal 20 Wochenstunden Beschäftigungsausmaß beantragt werden.

Die Höhe des neuen Personalkostensatzes beträgt entsprechend dem Kollektivvertrag der Universitäten monatlich brutto 897,90 Euro für höchstens 20 Wochenstunden (EUR 16.170,00). Selbstverständlich können auch in dieser Personalkostenkategorie weniger als 20 Wochenstunden beantragt werden.

Die Beschäftigung von StudentInnen zählt zu den befristeten Dienstverhältnissen gem § 109 Abs 2 UG 2002, wird aber nicht zu der FWF-6-Jahresfrist für wissenschaftliche ProjektmitarbeiterInnen gezählt.

In der Regel wird die Neugestaltung der studentischen Mitwirkung (kein Stipendium, sondern ein Dienstverhältnis, höhere Summe) keine Probleme in Bezug auf Familienbeihilfen- und/oder Stipendienbezug machen, da die Zuverdienstgrenzen mittlerweile recht großzügig und flexibel sind.

Mit der Neuregelung der Mitwirkung von StudentInnen in FWF-Projekten werden zwei Ziele verfolgt:

1. Die Verbesserung der sozialen Absicherung von StudentInnen: Diese sind im Rahmen eines Dienstverhältnisses versichert, haben den arbeitsrechtlichen Schutz wie alle anderen ProjektmitarbeiterInnen und rechtliche Unklarheiten bei der Abgrenzung Stipendium/Dienstvertrag werden vermieden.

2. Die Finanzierung von studentischer Mitarbeit mittels Dienstvertrag ist in vielen Ländern üblich. StudentInnen werden früher in der Forschung sozialisiert, wodurch unter anderem der Einstieg ins Doktorat vereinfacht wird und den zukünftigen KundInnen schon früh Kenntnisse über Forschung und deren Förderung vermittelt werden.

Forschungsbeihilfen werden ab 1. Juli 2012 nicht mehr beantragbar sein, können aber weiterhin - wo der Abschluss eines Dienstvertrages nicht möglich oder sinnvoll ist - im Rahmen des Globalbudgets in Ausnahmefällen ausbezahlt werden.

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