Auf zwei Millionen Euro jährlich stockt das BMWF das "Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste" (PEEK) mit sofortiger Wirkung auf – ein starkes Signal für die künstlerische Nachwuchsförderung nach FWF-Qualitätsmaßstäben.

In einem gemeinsamen Pressegespräch informierten heute Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle, FWF-Präsident Christoph Kratky sowie Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst über den spürbaren Ausbau des FWF-Programms zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK). In den kommenden Jahren werden vom BMWF zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, sodass das Bewilligungsvolumen im Rahmen des Programms zur Entwicklung und Erschließung der Künste von etwa 1,5 Mio. Euro auf rund 2 Mio. Euro pro Jahr steigen wird.

"Mit den zusätzlichen Mitteln schaffen wir mehr Stellen in neuen PEEK-Projekten, die insbesondere dem künstlerischen Nachwuchs zugute kommen. Jungen Menschen wird damit die Möglichkeit eröffnet, gemeinsam mit ihren Projektleitungen kreative Ideen umzusetzen. Die Förderung von Arts-based Research hat mit PEEK in Österreich konkret Gestalt angenommen und sich zu einem international beachteten Referenzprojekt entwickelt. Die gezielte Stärkung stellt eine Expansion unter Wahrung der sehr hohen Qualitätsstandards sicher", so Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle. Mit der Mittelaufstockung für PEEK setzt er einen weiteren Schritt zur Nachwuchsförderung, die er im Sommer mit zusätzlichen 18 Millionen Euro für den FWF für den forcierten Ausbau der strukturierten Doktoratsausbildung in Österreich begonnen hat.

"Als wir im Jahr 2008 – ermöglicht durch den damaligen Wissenschaftsminister Johannes Hahn – mit PEEK gestartet haben, war keineswegs klar, ob das Programm im Sinne der Ziele und Erwartungen funktionieren wird. Heute können wir auf eine überaus erfreuliche und positive Entwicklung verweisen, und ich verhehle nicht, dass wir auf das Erreichte stolz sind. Mit der zusätzlichen Unterstützung durch BMWF-Mittel erfährt das Programm gleichsam eine erste wissenschaftspolitische Würdigung, die alle Beteiligten sehr freut", ergänzt Christoph Kratky in seiner Funktion als Präsident des Wissenschaftsfonds.

"Stellvertretend für alle Personen, die im Bereich von Arts-based Research in Österreich tätig sind, lässt sich festhalten, dass PEEK eine Erfolgsgeschichte ist, die weiter erzählt werden kann und weiter erzählt werden soll. Für die Kunstuniversitäten hat PEEK neue Möglichkeiten für die Entwicklung der Forschungskompetenz in den Häusern, insbesondere für unseren Nachwuchs, eröffnet. PEEK macht einen Unterschied, der international beachtet wird. Wir können auf ein Best-practice-Modell verweisen, das höchsten internationalen Qualitätsstandards entspricht. Das ist nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit des Wissenschaftsfonds und des international besetzten PEEK-Boards geschuldet", kommentiert Rektor Gerald Bast.

Der Zeitpunkt für den Ausbau von PEEK ist bewusst gewählt. Anlass ist die am 8. November startende ELIA-Conference (The European League of Institutes of the Arts/ELIA; internationales Netzwerk der Kunstuniversitäten), die in diesem Jahr erstmals in Wien stattfindet und von der Angewandten mitorganisiert wird. Auch PEEK wird Thema der Konferenz sein.

Vor dem Start des Programms zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK) gab es für die künstlerische Forschung in Österreich keine adäquate Förderungsschiene, um sich für kompetitiv einzuwerbende Forschungsförderungsmittel zu bewerben. Ziel von PEEK ist die Förderung hochqualitativer Forschung, bei der die künstlerische Praxis eine zentrale Rolle spielt. Mit PEEK wurde – auch international gesehen – erfolgreich Neuland betreten. PEEK soll mittelfristig dazu beitragen, die Forschungskompetenz und die Qualität von Arts-based Research in Österreich zu erhöhen sowie zu einer verbesserten internationalen Sichtbarkeit dieses Teils der Forschungslandschaft führen. Der FWF und seine erprobten Verfahren sorgen dabei für eine konsequente Qualitätssicherung. Gegenwärtig läuft die vierte Ausschreibungsrunde.

Wien, 8. November 2012

Kontakt:

FWF, Stefan Bernhardt
Tel.: +43 1 5056740
DW 8111
Mobil: +43 664 8588797

BMWF, Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 53120
DW 9014
elisabeth.grabenweger@bmwf.gv.at

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Daten, Zahlen & Fakten zu PEEK(pdf, 347KB)

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