Gruppen aus Österreich verstärken zwei gesamteuropäische Verbund-Forschungsvorhaben im Rahmen der "Future & Emerging Technologies" Flagship-Initiative der Europäischen Kommission. Sowohl am "Human Brain Project" als auch an "Graphene" sind Grundlagenforscherinnen und Grundlagenforscher aus Österreich beteiligt.

In einer heute in Brüssel angesetzten Pressekonferenz gab Neelie Kroes in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Europäischen Kommission offiziell bekannt, welche Großforschungsvorhaben aus den sechs finalen Bewerbungen im Rahmen der "Future & Emerging Technologies" Flagship-Initiative der Europäischen Kommission ausgewählt wurden. Konkret handelt es sich um zwei europaweite Vorhaben, das "Human Brain Project" sowie das "Graphene Project", die mit 1 Mrd. Euro in den nächsten 10 Jahren gefördert werden. An beiden Projekten sind erfreulicher Weise Forschungsgruppen aus Österreich beteiligt.

"Ich gratuliere allen in Österreich tätigen Forschungsgruppen, die am Human Brain Project sowie am Graphene Project beteiligt sind. Sie haben dazu beigetragen, dass diese beiden Forschungsprogramme in einem kompetitiven Verfahren ausgewählt wurden. Damit heben sie die internationale Sichtbarkeit Österreichs als Standort exzellenter Grundlagenforschung", kommentiert Christoph Kratky in seiner Funktion als Präsident des Wissenschaftsfonds diese Erfolge. "Wir können solche Erfolge auf internationaler Ebene nur erzielen, wenn wir sicherstellen, dass die Leistungsfähigkeit unseres Wissenschaftssystems weiter ausgebaut wird, um – gemäß den Zielen der österreichischen Bundesregierung – im Jahr 2020 zur Gruppe der "Innovation Leader" in Europa zu zählen. Ohne starke, lebendige Grundlagenforschungsszene zuhause sind Erfolge auf internationaler Ebene nicht erzielbar", führt Christoph Kratky weiter aus.

Die EU-Kommission beschreibt FET-Flagship-Projekte als ambitionierte, groß-angelegte, wissenschafts-getriebene Forschungsinitiativen, die darauf ausgerichtet sind, ein visionäres Ziel zu erreichen. Der wissenschaftliche Fortschritt soll eine starke und breite Basis für zukünftige, technologische Innovation(en) schaffen und die wirtschaftliche Erschließung in verschiedenen Bereichen ebenso eröffnen wie neuen gesellschaftliche Nutzen stiften.

 

Wien, 28. Jänner 2013

Kontakt:

Stefan Bernhardt

 

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