V.l.n.r. Univ.Prof. Dr. Fritz Mitthof, Univ.Prof. Dr. Thomas Corsten, Dr. Franziska Beutler, Wissenschafts- minister Karlheinz Töchterle, Univ.Prof. Dr. Bernhard Palme, Univ.Prof. Dr. Hans Taeuber (Herausgeberteam der Tyche mit Wissenschaftsminister) © Für redaktionelle Zwecke bei Nennung der Quelle kostenfrei: FWF/APA-Fotoservice/Rastegar

19 Interessensbekundungen werden vom FWF-Kuratorium - nach Beteiligung an einer Letter-of-Interest-Phase - zur Stellung eines Vollantrags auf Anschubfinanzierung von Zeitschriften-Projekten in den Geistes- und Sozialwissenschaften eingeladen.

Im Oktober 2012 hat der FWF in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) eine Anschubfinanzierung von international hochqualitativen Open Access Zeitschriften in den Geistes- und Sozialwissenschaften ausgeschrieben. 

Bereits im Zuge der ersten Informationsveranstaltungen im Vorfeld der Einreichungen hatte sich eine große Nachfrage abgezeichnet, die sich in 36 eingelangten Interessensbekundungen manifestierte. 

Vertreten sind alle größeren Forschungseinrichtungen, Verlage und Fachgesellschaften Österreichs. Zwei Drittel der Zeitschriften sind Neugründungen, ein Drittel sind Zeitschriften, die vom Subskriptionsmodell auf Open Access umsteigen wollen. Ca. 60% der Interessensbekundungen sind den Geisteswissenschaften und ca. 40% den Sozialwissenschaften zuzurechnen. 

Das Kuratorium des FWF hat in seiner Sitzung Anfang Mai aus diesen 36 Interessensbekundungen 19 ausgewählt, die zum Vollantrag eingeladen werden. Bei der Auswahl der Vollanträge wurde neben technischen und finanziellen Aspekten vor allem auf das Potential für eine hohe internationale Sichtbarkeit Wert gelegt. Dieses Potential kann in der Regel daran abgeschätzt werden, welche Personen sich als HerausgeberInnen und Mitglieder des Editorial Boards engagieren und welche Qualität die Auswahlprozesse für die zu publizierenden Artikel haben. 

Jeder Vollantrag, der bis zum 11. Juli 2013 eingereicht werden muss, wird einer Begutachtung durch zumindest zwei internationale ExpertInnen unterzogen. Auf Basis der Gutachten werden Anfang Dezember durch das Kuratorium des FWF die besten fünf bis zehn Konzepte zur Förderungen ausgewählt. Abhängig von der Konzeption können bis zu € 100.000 pro Zeitschrift für die Dauer von drei Jahren finanziert werden. 

Ziel von FWF und BWMF ist es, dass sich durch diese Anschubfinanzierung mittelfristig zwei bis drei Zeitschriften international unter den besten 20-25% ihrer jeweiligen Disziplin etablieren können. 

Die Initiative soll auch Anstoß geben, dass künftig die Forschungsstätten ihre WissenschafterInnen bei der elektronischen Herausgabe international hochqualitativer Publikationen verstärkt unterstützen. Dies wäre nicht nur ein probates Mittel, die Idee des Open Access weiter voranzutreiben, sondern auch dem teilweise steigenden Preisniveau für wissenschaftliche Publikationen im gegenwärtig dominierenden Subskriptionsmodell entgegen zu wirken. 

Wien, 10. Mai 2013 


elisabeth.grabenweger(at)bmwf.gv.at

Kontakt:

FWF, Stefan Bernhardt 

BMWF, Elisabeth Grabenweger 
T +43 1 53120 DW 9014 
elisabeth.grabenweger(at)bmwf.gv.at

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