Zeitschriften der Hochenergiephysik gehen Open Access

Nach jahrelangen Verhandlungen mit den Verlagen ist es einem internationalen Konsortium (SCOAP3) unter der Leitung des CERN gelungen, nahezu alle bedeutenden Fachzeitschriften der Hochenergiephysik ab 2014 auf Open Access umzustellen. Die Beiträge, die die beteiligten Länder an die Verlage zahlen, ersetzen in Zukunft die Subskriptionspreise für die Zeitschriften, siehe: http://scoap3.org/news/news102.html

Unter der Koordination der Kooperation E-Medien (KEMÖ), der Zentralbibliothek für Physik der Universität Wien und der Österreichischen Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG) ist es in Österreich sehr schnell und unbürokratisch zu einer Lösung gekommen. So teilen sich die Kosten für Österreich das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die Bibliotheken der Universität Wien, TU Wien, Universität Innsbruck, Universität Graz sowie der FWF. Der FWF übernimmt in den ersten drei Jahren ca. 30 % der Kosten.


10 Jahre "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen"

Open Access ist eines der wichtigsten Themen der Forschungspolitik der letzten 10 Jahre. Verantwortlich dafür ist und war u.a. die Berliner Erklärung vom 22.10.2003, die mittlerweile von über 460 Institutionen unterschrieben wurde. Der FWF gehörte zu den Erstunterzeichnern, es folgten aus Österreich die Universitätenkonferenz, die Universität Wien, das IIASA und die Universität Graz.

Während einer Festveranstaltung vom 18. - 20.11.2013 in Berlin konnte auf eine Reihe von Erfolgen verwiesen werden. So wird Open Access nicht mehr nur von Forschungsförderern und Forschungsträgern unterstützt, sondern auch von Museen und Archiven.
Zugleich wurde aber auch eindringlich angemahnt, dass es für eine vollständige Umstellung des wissenschaftlichen Publikationssystems vor allem verstärkter internationaler Kooperationen bedarf. Auf diesen Aspekt hatte bereits der ehemalige FWF-Präsident Christoph Kratky vor einigen Wochen in einem Beitrag in NATURE hingewiesen.

Für Details zu der Veranstaltung siehe:
www.mpg.de

Kontakt:

Falk Reckling

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