Der FWF erkennt keine sachlichen Gründe für die Vorwürfe von Herrn Hahn. Die Entscheidungen und Verfahren des FWF können selbstverständlich kritisiert und hinterfragt werden. Das geschieht von außen und von innen. Inakzeptabel sind allerdings persönliche Angriffe wider besseres Wissen.

Herr Hahn wurde über Monate zu drei Forschungsanträgen sachgemäß beraten, er hat insgesamt sieben schriftliche Gutachten von internationalen FachexpertInnen erhalten, die darauf basierenden Entscheidungen des Kuratoriums des FWF wurden ihm in mehreren Emails erläutert und schließlich wurden ihm konstruktive Hinweise zur Verbesserung seiner Anträge gegeben. Im Sinne der von Herrn Hahn eingeforderten offenen Diskussionskultur ermuntern wir ihn, die Gutachten sowie den Email-Verkehr mit dem FWF zu veröffentlichen. Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Die Kritik an der Intransparenz des FWF ist insofern nicht nachvollziehbar, als der FWF Herrn Hahn mehrfach auf die entsprechenden Quellen verwiesen hat.

Die Entscheidungsabläufe, die mehrere "checks and balances" enthalten, sind öffentlich einsehbar: fwf-entscheidungsverfahren.pdf(pdf, 221KB)

Die geförderten Projekte werden publiziert:
Wissenschaft konkret

Die Entscheidungsverfahren werden empirisch analysiert und entsprechend verbessert:
Studien zur Selbstevaluation

Die Programme des FWF werden extern evaluiert:
Publikationen

Die Anonymität bei der schriftlichen Begutachtung von Forschungsanträgen ist bei fast allen Fördergebern weltweit Standard. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Z.B. sollen GutachterInnen vor persönlichen und unsachgemäßen Angriffen geschützt werden.

Für die Enttäuschung von AntragstellerInnen, die mit nur geringfügigen Kritikpunkten abgelehnt werden müssen, hat der FWF vollstes Verständnis. Im Jahr 2012 betraf das leider Projekte im Umfang von ca. EURO 80 Mio. Der FWF bemüht sich gerade jetzt, die Politik von weiteren Investitionen in die Forschung zu überzeugen. Diese Bemühungen sind im soeben erschienen FWF-INFO dokumentiert:
info87-13-04.pdf(pdf, 14.8MB)

Der Leserbrief von Franz Hahn im STANDARD vom 18.12.2013

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