Der FWF gehört zu den Förderorganisationen, die gemessen an ihrem Budget weltweit die höchsten Förderungen für Open Access Publikationen ausschütten. 2013 waren das ca. Euro 2,7 Mio.

Allerdings befindet sich das wissenschaftliche Publikationssystem in einer Transformationsphase, die mit zwei Problemen zu kämpfen hat.

a) Es bedarf tragfähiger Modelle, wie Subskriptionszeitschriften, die auf Open Access umgestellt werden können.

b) Neue Open Access Zeitschriften brauchen eine entsprechend nachhaltige Finanzierungsbasis.

Gemeinsam mit internationalen Partnern (Wellcome Trust, Research Councils UK, Jisc, Research Libraries UK, Fonds National de la Recherche Luxembourg und Max Planck Institut für Gravitationsphysik) hat der FWF daher die Studie Developing an effective market for open access article processing charges in Auftrag gegeben.

Die Studie, verfasst von den renommierten Experten Bo-Christer Björk (Hanken School of Economics) und David Solomon (Michigan State University), analysiert die derzeitigen Marktbedingungen und entwirft Szenarien, welche Maßnahmen Fördergeber und Forschungsinstitutionen setzen können, dass es einerseits zu einem möglichst schnellen Übergang zu Open Access und andererseits zu einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis kommt.

Bereits vor einigen Wochen hat der FWF gemeinsam mit IOP Publishing und dem österreichischen Bibliothekenkonsortium ein Pilotprojekt gestartet, das eines der in Studie vorgeschlagenen Szenarien bereits umsetzt.

Die Studie beschränkt sich bewusst auf Geschäftsmodelle, die sich durch sogenannte Article Processing Charges (APC) finanzieren. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Open Access Zeitschriften, die keine Gebühren von den AutorInnen einheben, sondern deren Kosten etwa von Forschungsstätten oder Fachgesellschaften getragen werden. Zur Unterstützung dieses alternativen Ansatzes hat der FWF Ende 2013 Initialförderungen an acht Open Access Zeitschriften aus den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben. Zudem werden hierzu auch gemeinsame Aktivitäten innerhalb des Open Access Network Austria (OANA) diskutiert.

Link zur Pressemeldung des Wellcome Trust

Die Studie finden Sie hier:
Developing an Effective Market for Open Access Article Processing Charges(pdf, 1.1MB)

Kontakt:

Falk Reckling

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