Die vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) beauftragte Studie „Stärkefelder im Innovationssystem: Wissenschaftliche Profilbildung und wirtschaftliche Synergien“ ist nunmehr erschienen. Sie wurde von einer Reihe renommierter Expertinnen und Experten vom Austrian Institute of Technology (AIT), Joanneum Research, Zentrum für Soziale Innovation (ZSI), Institute für Höhere Studien (IHS) sowie vom Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) erarbeitet.

Die Studie kommt in Bezug auf den FWF zu sehr klaren und empirisch fundierten Empfehlungen. Zunächst wird analysiert: „Die Finanzierung der Grundlagenforschung über den Wissenschaftsfonds FWF ist gegenüber anderen Ländern (wie z.B. der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Finnland oder Großbritannien) deutlich unterdotiert. Dabei zeigen bibliometrische Analysen, dass gerade FWF-geförderte Projekte eine besondere internationale Sichtbarkeit (wie z.B. eine höhere Anzahl von Zitationen) aufweisen. Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass WissenschaftlerInnen, die bereits Erfahrung mit FWF-geförderten Projekten aufweisen, eine höhere Erfolgschance bei Anträgen beim European Research Council (ERC) haben. Zusätzlich ist die Rolle des FWF als Finanzier von NachwuchsforscherInnen hervorzuheben.“

Daraus leiten die Autorinnen und Autoren folgende Empfehlungen ab:

  • die Notwendigkeit von substanziellen Budgetsteigerungen für den FWF, sodass Bewilligungsquoten wie etwa in der Schweiz erreicht werden können;
  • die Ausweitung der Overheadkosten für Forschungsstätten;
  • die Wiederaufnahme des Programms „Translational Research“;
  • sowie die Stärkung interdisziplinärer Forschung.

Der FWF hofft, dass diese Empfehlungen von der Politik aufgenommen werden und damit die angespannte Budgetsituation überwunden werden kann. Dies würde, wie die Autorinnen und Autoren hervorheben, auch die Effizienz des Wissenschaftssystems maßgeblich erhöhen, weil Ressourcen für exzellente Forschungsanträge, die aus Budgetgründen abgelehnt werden müssen, nicht vergeudet wären.

Studie „Stärkefelder im Innovationssystem: Wissenschaftliche Profilbildung und wirtschaftliche Synergien“ zum Download:
http://wissenschaft.bmwfw.gv.at/fileadmin/user_upload/wissenschaft/
publikationen/forschung/AT_Forschungsraum_Endbericht.pdf

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation
+43-1 505 67 40 – 8111

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