Mit den „Zukunftskollegs“ fördert der Wissenschaftsfonds FWF erstmals in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ÖAW exzellente Nachwuchsforschung in Österreich. Sechs Millionen Euro stehen in der Pilotphase für interdisziplinäre Postdoc-Teams zur Verfügung.

Interdisziplinarität, innovative Forschungsansätze und die Vernetzung international herausragender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler stehen im Fokus des neu aufgelegten Forschungsförderungsprogramms. Die „Zukunftskollegs“ fördern Forscherinnen und Forscher bis maximal vier Jahre nach der Promotion. In gemischten Teams sollen die Postdocs zu einem komplexen und innovativen Thema fachübergreifend zusammenarbeiten. Dafür wurden von dem bei der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung angesiedelten Österreich-Fonds sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die erste Ausschreibung der Zukunftskollegs wird im Dezember 2017 erfolgen.

Neue Chancen für Nachwuchstalente

„Die ‚Zukunftskollegs‘ schließen im Bereich der Nachwuchsförderung eine Lücke in der österreichischen Forschungslandschaft“, erklärt FWF-Präsident Klement Tockner. „Es freut mich, dass es uns gelungen ist, hier eine erfolgreiche Kooperation mit der ÖAW einzugehen. Solche Synergien zeigen, dass auch in der Forschungsförderung neue, gemeinsame Wege beschritten werden.“

„Pionierleistungen in der Grundlagenforschung durch fächerübergreifende Zusammenarbeit der besten jungen Köpfe in Österreich – dafür stehen die neuen Zukunftskollegs von ÖAW und FWF“, sagt Akademie-Präsident Anton Zeilinger. „Mit den ‚Zukunftskollegs‘ wollen wir die internationale Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Österreich gemeinsam weiter steigern und herausragenden Nachwuchstalenten in unserem Land neue Chancen in der Forschung eröffnen.“

Unterschiedliche Disziplinen und erhöhter Frauenanteil

In einem Zukunftskolleg können drei bis fünf Forscherinnen und Forscher im Team zusammenarbeiten, die aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen kommen und an mindestens zwei verschiedenen Forschungsstätten oder aber an wenigstens zwei Organisationseinheiten einer Einrichtung tätig sind. Dadurch sollen Kooperation und Vernetzung in der Wissenschaft verstärkt werden. Zudem bietet es den jungen Nachwuchstalenten die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der selbstständigen Koordination von Forschungsgruppen zu sammeln.

Die Zukunftskollegs sollen neue Erkenntnisse insbesondere auch im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ermöglichen, die nur durch eine fachübergreifende Herangehensweise gewonnen werden können. Mit einem angestrebten Frauenanteil von mindestens 40 Prozent wollen FWF und ÖAW auch die hohe Drop-Out-Rate von Forscherinnen beim heiklen Übergang von der Doktorats- zur PostDoc-Phase wesentlich reduzieren.

Mehr Informationen

https://www.fwf.ac.at/de/service/kalender/veranstaltung/kid/20171122-930/

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