Mit äußerst positiven Reaktionen wurde Samstagnacht seitens des FWF-Präsidiums auf die Bestellung von Heinz Faßmann als neuer Wissenschaftsminister reagiert. Der Vizerektor der Universität Wien, der seit vielen Jahren auch in der Delegiertenversammlung des Wissenschaftsfonds sitzt, verfüge über ausgezeichnete Kenntnis der Forschungslandschaft und der Forschungsförderungsszene, so das fünfköpfige FWF-Präsidium unisono. „Mit Heinz Faßmann bekommt nicht nur der FWF, sondern die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft in Österreich einen herausragenden Experten, was Wissenschaft und Forschung betrifft“, freut sich FWF-Präsident Klement Tockner, und weiter: „Er kennt die Bedürfnisse und Herausforderungen der heimischen und europäischen Wissenschaft genau, was eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit in den kommenden Jahren erwarten lässt“.

Auch das präsentierte „Regierungsprogramm 2017 – 2022“ lässt den FWF-Präsidenten ebenso positiv wie erwartungsvoll in die Zukunft blicken. So wird einmal mehr das Ziel betont, Österreich in der Gruppe der europäischen Innovation Leader positionieren zu wollen. Dazu soll eine neue Forschungs- und Innovationsstrategie erarbeitet werden. Die dort enthaltenen Prinzipien wie Exzellenz und Wettbewerb bilden seit jeher zentrale Meilensteine der FWF-Förderungspraxis. Weiters nennt das Regierungsprogramm eine freie, erkenntnisgeleitete Grundlagenforschung als wichtige Voraussetzung zur Zielerreichung. Dazu wird als wesentliches Element der neuen Forschungs-, Technologie und Innovationsstrategie die nachhaltige Erhöhung der wettbewerblichen Forschungsbudgets – so wie beim FWF praktiziert – im Rahmen eines Paktes für Forschung angeführt.

„Der Pakt für Forschung und Zukunft war eine Kernforderung der Allianz der österreichischen Wissenschaftsorganisationen“, so Klement Tockner, Initiator und Sprecher der Allianz. „Dass dies in solcher Deutlichkeit seinen Niederschlag im Regierungsprogramm gefunden hat, ist nicht nur sehr erfreulich sondern zeugt auch von Mut, Entschlossenheit und Zukunftsorientiertheit der neuen Bundesregierung. Ich möchte im Namen des FWF und der Allianz den Koalitionsverhandlern sowie Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache danken“, so Tockner weiter.

Neben der seit Jahren überfälligen und von vielen Experten sowie nationalen und internationalen Studien geforderten Erhöhung des Grundbudgets des Wissenschaftsfonds finden sich auch neue Initiativen, wie ein Exzellenzprogramm zur Steigerung der kompetitiven Grundlagenforschung, im Regierungsprogramm. „Ein Exzellenzprogramm ist gerade auch für die vielen herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler enorm wichtig. Da können wir ein starkes Signal in Richtung Forschungsexzellenz setzen“, so Tockner zu diesem vom FWF bereits ausgearbeiteten Programm.

Neben der Zufriedenheit ob der personellen und inhaltlichen Weichenstellungen unter der neuen Bundesregierung wünscht sich Tockner eines: „Das Regierungsprogramm sieht den Zeitraum 2017 bis 2022 vor. Hier erwarte ich mir Tempo, wobei ich Heinz Faßmann gut genug kenne, um zu wissen, dass auch er sich der Dringlichkeit der Maßnahmen im Bereich Wissenschaft und Forschung bewusst ist“, so Klement Tockner.

In der spürbaren Aufbruchsstimmung ist Klement Tockner zum Schluss noch eines wichtig. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, dem bisherigen Bundesminister Harald Mahrer, seinem Kabinett und all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit zu danken“, so Tockner abschließend.

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

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