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Im Bild v.l.n.r.: FWF-Präsident Klement Tockner, FWF-Vizepräsidentin Ellen L. Zechner, FWF-Vizepräsidentin Gerlinde Mautner, Kaufmännische Vizepräsidentin Artemis Vakianis und FWF-Vizepräsident Gregor Weihs © Für redaktionelle Zwecke bei Nennung der Quelle kostenfrei: FWF/Lusser

FWF-Präsident Klement Tockner und sein Team einstimmig vom Aufsichtsrat für weitere vier Jahre bis 2024 bestellt

In der Aufsichtsratssitzung des FWF am 10. Dezember 2018 wurde das Präsidium des FWF vorzeitig für eine weitere Funktionsperiode bis August 2024 bestätigt. Das Forschungs- und Technologieförderungsgesetz räumt in §8a Abs.4 und 5 dem amtierenden Präsidium die Möglichkeit ein, sich bei entsprechendem Interesse ohne Ausschreibung wiederwählen zu lassen. Vor der Ausschreibung der Funktion hat dazu eine Anhörung jeweils vor der Delegiertenversammlung sowie dem Aufsichtsrat zu erfolgen, die ihrerseits jeweils mit Dreiviertelmehrheit der Wiederwahl zustimmen müssen.

Nachdem am 29. Oktober bereits das Hearing sowie die Abstimmung in der Delegiertenversammlung mit 98 Prozent Zustimmung stattfanden, stimmte nun der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 10. Dezember einstimmig der Wiederwahl zu. „Wir möchten damit Klement Tockner und sein Team für deren außerordentliches Engagement für die Grundlagenforschung in Österreich würdigen und ihm und seinem Team gleichzeitig das uneingeschränkte Vertrauen für eine starke Weiterentwicklung des FWF ausdrücken“, so Aufsichtsratsvorsitzender Hans Sünkel und der Vorsitzende der Delegiertenversammlung, Josef Glössl, unisono. „Zugleich ist diese einstimmige Wahl ein bedeutendes Zeichen der Kontinuität im FWF gegenüber der Politik und der Scientific Community. Unsere ganze Kraft gilt nun der massiven wie auch nachhaltigen Stärkung der Spitzenforschung in Österreich, einem intensiven Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und der Förderung der kreativsten Talente und besten Wissenschaftler/innen unseres Landes. Der FWF verleiht mit seinen Förderungsinstrumentarien der Wissenschaft im Allgemeinen und der Grundlagenforschung im Besonderen einen erheblichen Schub und bringt dadurch unser Land nachweislich national wie auch international noch stärker nach vorne“, so Sünkel und Glössl abschließend.

Klement Tockner und sein Team dankten der Delegiertenversammlung und dem Aufsichtsrat für das uneingeschränkte Vertrauen. „Mit dem ambitionierten Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung befinden wir uns in einer Zeit des Aufbruchs. Das Präsidium des FWF wird sich weiterhin massiv dafür einsetzen, dass Österreich als Forschungsland zusätzlich gestärkt wird“, so der FWF-Präsident in einer ersten Reaktion. Dass zwischen Erfolg und Misserfolg ein schmaler Grat liegt, ist dabei auch dem FWF-Präsidenten klar, der auf eine gemeinsame Vorgehensweise aller Beteiligten setzt. „Ambitionierte Programme und Vorhaben setzen auf allen Seiten – der Politik, der Scientific Community, aber auch der Bevölkerung – großes Vertrauen und einen starken Rückhalt voraus, um letztlich verantwortungsvoll und mutig die nötigen Schritte setzen zu können“, blickt Tockner optimistisch und erwartungsvoll in die Zukunft.

Das FWF-Präsidium (2016-2024)

Klement Tockner ist seit September 2016 Präsident des FWF. Der Biologe und Gewässerökologe studierte an der Universität Wien. Nach Forschungsaufenthalten in Ruanda, Uganda, Japan, Italien, in der Schweiz und den USA war er ab 2005 Titularprofessor an der ETH Zürich in der Schweiz, ehe er 2007 dem Ruf als Professor für Aquatische Ökologie an die Freie Universität Berlin folgte und zugleich die Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) übernahm. Er ist u.a. Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften und der deutschen nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Gerlinde Mautner ist seit September 2016 als wissenschaftliche Vizepräsidentin des FWF für den Fachbereich Geistes- und Sozialwissenschaften verantwortlich. Von 2008 bis 2016 war sie im Kuratorium des FWF tätig. Die Sprachwissenschaftlerin lehrt und forscht an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) als Professorin am Institut für Englische Wirtschaftskommunikation. Seit 2014 ist Mautner zudem Honorary Visiting Professor an der Cass Business School der City University London.

Artemis Vakianis ist seit September 2016 als kaufmännische Vizepräsidentin des FWF Mitglied des Präsidiums. Die studierte Volkswirtin und ausgebildete Kulturmanagerin verantwortete davor die kaufmännische Führung in zahlreichen Institutionen des Kulturbetriebs, unter anderem als stellvertretende geschäftsführende Direktorin an der Komischen Oper Berlin und als kaufmännische Direktorin beim Festival „Steirischer Herbst“. Vakianis ist darüber hinaus als Vortragende und Lehrende im Bereich Kulturmanagement tätig.

Gregor Weihs ist seit September 2016 als wissenschaftlicher Vizepräsident des FWF für den Fachbereich Naturwissenschaften und Technik zuständig. Der Physiker ist Professor am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck. Weihs war Consulting Assistant Professor an der Universität Stanford und Research Fellow an der Universität Tokio. Er ist Fellow im Quantum Information Science Program des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) und erhielt 2010 den Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC).

Ellen Zechner ist seit September 2016 wissenschaftliche Vizepräsidentin des FWF im Fachbereich Biologie und Medizin. Von 2011 bis 2016 war Zechner Mitglied des Kuratoriums des FWF. Die Molekularbiologin forscht am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz. Zechner sammelte zahlreiche internationale Erfahrungen, unter anderem in Harvard, an der Rockefeller University und am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin. Ihr Forschungsinteresse gilt den molekularen Mechanismen bakterieller Infektionen.

FWF Der Wissenschaftsfonds

Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Er unterstützt – nach internationalen Qualitätsmaßstäben – herausragende Forschungsprojekte sowie exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich der Gewinnung, Erweiterung sowie Vertiefung wissenschaftlicher Erkenntnisse widmen.

Kontakt:

Marc Seumenicht
Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation

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