Wassertropfen fällt auf gelb-blau-beleuchtete Wasseroberfläche und verursacht konzentrische Kreise

In seiner jüngsten Bewilligungsrunde bringt der Wissenschaftsfonds FWF 153 Forschungsprojekte mit einem Volumen von 38,2 Millionen Euro auf den Weg. Neben den Projekten in den etablierten Programmen stellten sich erstmals gezielt transdisziplinär ausgerichtete Forschungsvorhaben im Programm #ConnectingMinds der Begutachtung. Elf Teams konnten sich für die zweite Entscheidungsphase qualifizieren und erhalten nun die Möglichkeit, ihre Forschungsideen in Workshops weiter auszuarbeiten. Darüber hinaus starten vier neue Corona-Forschungsprojekte in Graz, Innsbruck und Wien.

An Österreichs Forschungsstätten kommen in den nächsten Wochen zahlreiche neue Forschungsprojekte ins Rollen. In seiner jüngsten Bewilligungsrunde bringt der Wissenschaftsfonds FWF 153 Projekte mit einem Bewilligungsvolumen von 38,2 Millionen Euro auf den Weg. Insgesamt wurden 530 Anträge mit einem Volumen von 139,8 Millionen Euro eingereicht, daraus ergibt sich eine Bewilligungsquote von 28,9 Prozent. Im Bereich der Internationalen Programme sind teilweise noch die abschließenden Entscheidungen der Partnerorganisationen abzuwarten.
Mittlerweile zur bedauerlichen Regel geworden, müssen auch in dieser Sitzung hervorragend evaluierte Projekte im Gesamtumfang von 8,2 Millionen Euro ausschließlich aufgrund fehlender Budgetmittel abgelehnt werden („approved, but not funded“). Damit verliert Österreich jährlich herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler – sie setzen ihre Karrieren entweder im Ausland fort oder kehren der Wissenschaft den Rücken.

Alle neu bewilligten Forschungsprojekte finden Sie online unter: https://pf.fwf.ac.at/de/wissenschaft-konkret/project-finder

Alle Statistiken zur aktuellen Bewilligungsrunde des FWF-Kuratoriums finden Sie online unter: https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/foerderungsstatistiken/

Schwerpunkt transdisziplinäre Forschung mit #ConnectingMinds

Die Vermeidung von Plastik, die Zukunft der Pflege oder nachhaltige Rindfleischproduktion – neben den Neubewilligungen in den etablierten Förderungsprogrammen stellten sich erstmal gezielt transdisziplinär ausgerichtete Forschungsvorhaben im neuen, von der Nationalstiftung unterstützten Programm #ConnectingMinds der internationalen Begutachtung. Ziel des Programms ist die Förderung von Teams, die wissenschaftliches und gesellschaftliches Wissen verbinden, um den anstehenden sozialen, technologischen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen gerecht zu werden.

Das Antragsverfahren verläuft in zwei Stufen. In der ersten Phase konnten sich von 56 Anträgen folgende elf Forschungsvorhaben, davon sieben geleitet von Wissenschaftlerinnen, für die zweite Entscheidungsrunde qualifizieren. Hier die Übersicht über die jeweiligen Koordinatorinnen und Koordinatoren der Teams, der Forschungsstätten sowie der Themen:


Marianne Penker
Universität für Bodenkultur Wien
„COwLEARNING für nachhaltige Rindfleisch- und Milchversorgung“

Guido Caniglia

Konrad-Lorenz-Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung
„Die Zukunft von Plastik“

Michael Jungmeier

FH Kärnten
„Virtual Participation in Austrian Biosphere Reserves”

Manuela Hoedl
Medizinische Universität Graz
„Open Innovation Nursing Lab (OPINION Lab)”

Jean Lilian Paul

Medizinische Universität Innsbruck
„Mitgestaltung der perinatalen psychiatr. Versorgung in Tirol“

Sabine Theresia Köszegi

Technische Universität Wien
„Caring Robots // Robotic Care“

Irene Frischauf

Universität Linz
„HeLioS - Wissenschaft vermittelt Gesundheitskompetenz“

Gertrude Saxinger

Österreichische Akademie der Wissenschaften
„HEUREKA - Kollaborative Entscheidungen im Bergbau“

Matthew Pelowski

Universität Wien, „Ist Parkinson der Schlüssel zur künstlerischen Kreativität?“

Anke Strüver

Universität Graz
„Partizipative Mobilitätstransition: Nachhaltig & Gesund“

Zoe Lefkofridi

Universität Salzburg
„Stimmen zur Ermächtigung gegen Geschlechterungleichheiten“

In vom FWF finanzierten Workshops werden die Forscherinnen und Forscher nun ihre Projektideen für einen #ConnectingMinds-Vollantrag weiterentwickeln. Im Frühjahr 2021 werden dann die ersten, mit bis zu 200.000 Euro pro Jahr dotierten und bis zu fünf Jahre laufenden #ConnectingMinds-Projekte bewilligt werden.

Weitere vier Akut-Projekt zur Corona-Pandemie bewilligt

Als Antwort auf die Corona-Pandemie initiierte der FWF eine SARS-CoV-2-Akutförderung – ein Fast-Track-Verfahren für Forschungsanträge, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung von SARS-CoV-2 beschäftigen und besonders auf internationale Kooperation setzen. In der Kuratoriumssitzung konnten nun vier weitere Akut-Projekte bewilligt werden:

Anna Ohradanova-Repic
Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, Medizinische Universität Wien „Alternative virale Rezeptoren bei der SARS-CoV-2-Infektion“

Ulrich Stelzl
Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, Universität Graz
„Eine SARS-CoV-2-human Protein Wechselwirkungskarte“

Sándor Balázs Ötvös
Institut für Chemie, Universität Graz
„Flexible Flow-Synthese kritischer chiraler Arzneistoffe“

Axel Bauer
Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Innsbruck
„Beendigung einer ACE-Hemmer-Therapie bei COVID-19“

Über das FWF-Kuratorium

Das Kuratorium des FWF setzt sich aus dem Präsidium des Wissenschaftsfonds sowie Fachreferentinnen und Fachreferenten zusammen. Primäre Aufgabe des Kuratoriums ist die Entscheidung über die Förderung von Forschungsvorhaben.

Sämtliche Mitglieder des FWF-Kuratoriums finden sich unter: https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/organisation/kuratorium/

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