Insgesamt schüttet der Österreich-Fonds heuer 34,7 Millionen an die Forschung aus. Der FWF erhält davon 10 Millionen Euro, um Forschende in Schwerpunktprogrammen wie Spezialforschungsbereiche, Doktoratskollegs und doc.funds fördern zu können. Nach der derzeitigen gesetzlichen Regelung ist dies die letzte Ausschüttung des Österreich-Fonds. Eine Nachfolge ist im Regierungsprogramm zwar vorgesehen, aber noch nicht dotiert. Dazu liegt derzeit eine Petition im Parlament, die bereits von 2.300 Unterstützer/innen unterzeichnet wurde.

34,7 Millionen Euro hat der in der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung angesiedelte Österreich-Fonds am 1. Dezember 2020 für die österreichische Forschung für 2020 ausgeschüttet. Von den 34,7 Millionen Euro gehen 11,15 Millionen Euro an die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, 10 Millionen Euro an den Wissenschaftsfonds, 2 Millionen Euro an die Österreichische Akademie der Wissenschaften, 2 Millionen Euro an die Ludwig Boltzmann Gesellschaft, 2 Millionen Euro  an die Christian Doppler Forschungsgesellschaft und 7,55 Millionen Euro an die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH. 

Die Mittel werden für die Förderung im Bereich der Grundlagenforschung sowie für die Förderung der angewandten Forschung und der Technologie- und Innovationsentwicklung verwendet. Insbesondere stehen die Anwendung und Translation digitaler Technologien in Unternehmen, Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus.  

Nachfolge des Österreich-Fonds ungewiss – Petition im Parlament
Die Sonderdotierung der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung von jährlich 100 Millionen Euro durch die Österreichische Nationalbank läuft mit 2020 aus. Ebenso läuft die Zweckbindung eines Teils der Mehreinzahlungen, die aus dem erhöhten Steuersatz von 55 %, eingenommen werden, und der Grundlagen- sowie angewandten Forschung zufließen, mit diesem Jahr aus (Österreich Fonds rund 33 Millionen Euro). Um eine drohende Finanzierungslücke in der Forschung und Forschungsförderung, mit negativen Auswirkungen auf den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich, zu vermeiden, ist die rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm vorgesehenen Weiterentwicklung der Nationalstiftung zum „Fonds Zukunft Österreich“ mit ausreichender Dotierung und einem Wachstumspfad notwendig.

Eine von vielen Forschungseinrichtungen getragene Petition kann durch elektronische Unterschrift auf der Parlamentshomepage unterstützt werden:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/PET/PET_00047/index.shtml

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