Symbolfoto eines Sonnenaufgangs über den Alpen
Mit der FTI-Strategie 2030 und den darin enthaltenen Maßnahmen eröffnet die Bundesregierung Forschenden an Österreichs Forschungseinrichtungen neue Perspektiven und Möglichkeiten, Spitzenforschung voranzutreiben. © Unsplash/Mahmood

Die jüngst im Ministerrat beschlossene FTI-Strategie 2030 ebnet den Weg für mehr Investitionen im Forschungs- und Innovationsbereich. Mit der Strategie zielt die Bundesregierung darauf ab, Österreich näher an die Innovation-Leader Europas heranzuführen. Die darin enthaltene Exzellenzinitiative bringt zusätzlichen Rückenwind für Spitzenforscher/innen in Österreich.

Österreichs künftige Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI), die der Ministerrat kurz vor Weihnachten beschlossen hat, stellt ein deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Förderung von Österreichs Innovationskraft durch Wissenschaft und Forschung dar. Die darin vorgesehenen Maßnahmen legen fest, wie Effizienz und Output der Forschungsinvestitionen weiter erhöht werden sollen, und umfassen sämtliche Bereiche und Akteure des heimischen Innovationssystems.

FTI-Strategie 2030: Wirksamkeit und Exzellenz

Die Strategie beschreibt mehrere Handlungsfelder und ist darauf ausgerichtet, Österreich näher an die Innovationsspitze Europas heranzuführen, Wirksamkeit und Exzellenz auszubauen sowie Wissen, Talente und Fertigkeiten zu fördern. Darunter sind auch Maßnahmen und Aktivitäten vorgesehen, die Österreichs Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher zusätzlichen Rückenwind bringen werden. So legt die Bundesregierung im Bereich der Grundlagenforschung ihren strategischen Fokus auf den Ausbau der Exzellenzförderung, die Stärkung von Kooperationen und die wettbewerbliche Mittelvergabe als beste Entscheidungsinstanz. Ein besonders starker Impuls soll dabei von einer bundesweiten Exzellenzinitiative im Bereich der Grundlagenforschung ausgehen, die Österreich als Forschungsstandort international sichtbarer machen wird und institutionsübergreifende Strukturen ausbauen soll.

Gregor Weihs: „FTI-Strategie läutet forschungsintensives Jahrzehnt ein“

„Mit der FTI-Strategie setzt die Bundesregierung zukunftsweisende Akzente für das Forschungsland Österreich und läutet ein forschungsintensives Jahrzehnt ein. Die Strategie kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft am Weg aus der Krise weiter zu stärken und neue Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit finden zu können“, begrüßt Gregor Weihs, interimistischer Präsident des FWF, die neue FTI-Strategie und die darin enthaltenen Maßnahmen. „Die Strategie wird weitere wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Innovationen möglich machen.“

Dreijähriger FTI-Pakt füllt die Strategie mit Leben

Die FTI-Strategie ist auf zehn Jahre ausgelegt, die konkrete Umsetzung wird jeweils für drei Jahre in Form eines FTI-Pakts sichergestellt. Für den ersten FTI-Pakt bis 2023 stellt die Bundesregierung 3,86 Milliarden Euro zur Verfügung, eine Erhöhung um 27 Prozent im Vergleich zum Zeitraum 2018 bis 2020 – darin sind auch die künftigen Mittel für das Förderungsportfolio des FWF enthalten. Die detaillierte Ausgestaltung der dreijährigen Finanzierungsvereinbarung wird zwischen Bund und FWF bis Mitte des Jahres abgestimmt.

Dotierung des „Fonds Zukunft Österreich“ noch offen

Auch wenn der FTI-Pakt für den Wissenschaftsfonds FWF sowie alle anderen Förderungsorganisationen mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit bringt, hängen die Weiterentwicklung der Nationalstiftung – ein zentraler Baustein der österreichischen FTI-Finanzierung – zum „Fonds Zukunft Österreich“ und dessen künftige Dotierung noch in der Luft. „Ein Wegfall dieser Mittel würde die im FTI-Pakt vorgesehene Budgetsteigerung für den FWF mit einem Schlag zunichtemachen“, so Gregor Weihs warnend. Die Dotierung des Fonds entscheidet über die Zukunft zahlreicher Förderungsinitiativen, darunter auch Förderungsangebote des FWF-Portfolios.
 

Weitere Informationen

FTI-Strategie 2030 (PDF)

Zurück zur Übersicht