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Karriereförderung mit Esprit: Am 27. April startet die neue FWF-Karriereförderung für Postdocs. © Shutterstock

Ein höheres Förderungsbudget, längere Projektlaufzeiten und ganzjährige Einreichungen – am 27. April startet das Karriereprogramm ESPRIT. Das neue Angebot fördert die Karrieren hoch qualifizierter Postdocs und löst das Lise-Meitner- und Hertha-Firnberg-Programm ab.

Mit ESPRIT bietet der Wissenschaftsfonds FWF Postdocs ein höheres Förderungsvolumen, mehr Flexibilität im Einsatz der Mittel und die Möglichkeit, jederzeit einreichen zu können. Dank dieser ganzjährigen Einreichmöglichkeit können Karrieren rascher als bisher gefördert werden – ein gerade für Postdocs wichtiger Aspekt in der Karriereplanung. Die Laufzeit der Forschungsprojekte wird ausgeweitet und umfasst nun drei Jahre. Die projektspezifischen Mittel werden erhöht und können innerhalb eines Globalbudgets flexibel eingesetzt werden. Um die wissenschaftliche Eigenständigkeit der Forschenden zu unterstreichen, setzt ESPRIT auf Mentor/inn/en, die die Forschenden in ihrer langfristigen Karriereentwicklung beraten und nachhaltig unterstützen.

Das neue Programm zielt darauf ab, die besten und kreativsten Wissenschaftler/innen aus dem In- und Ausland zu gewinnen und Österreichs Forschungsstätten mit Forschungsprojekten von exzellenter Qualität zu stärken. Darüber hinaus ist ESPRIT darauf ausgerichtet, den Förderungsbedarf von Postdocs aus allen Wissenschaftsfeldern in einem gemeinsamen Programm zu adressieren, um sie unabhängig von ihrer Disziplin bestmöglich an Österreichs Universitäten und Forschungsstätten zu verankern. Darüber hinaus bleibt die Frauenförderung ein wichtiges Programmziel.

Die Neuerungen im ESPRIT-Programm im Überblick

  ESPRIT-Programm Bisherige Programme (Lise-Meitner und Hertha-Firnberg)
Volumen: rund 20 Millionen Euro pro Jahr rund 13 Millionen Euro pro Jahr
Höhe: Förderung der Personalkosten für die Projektleitung sowie bis zu 25.000 € projektspezifische Kosten pro Jahr Förderung der Personalkosten für die Projektleitung sowie bis zu 12.000 € projektspezifische Kosten pro Jahr
 
Flexibilität: Globalbudget bei laufenden Projekten mit der Möglichkeit, Mittel umzuwidmen wenig Flexibilität bei der Umwidmung von Personal- und Sachmittelkosten
Einreichungen: ganzjährige Einreichung und dadurch schnellere Förderung sowie im Fall einer Ablehnung schnellere Möglichkeit der Neuplanung zwei Ausschreibungen pro Jahr (im Hertha-Firnberg-Programm)
Territorialität: kein Territorialitätsprinzip, dafür Antrag über österreichische Forschungsstätte (PROFI-Förderung) mit Territorialitätsprinzip
Laufzeit: 36 Monate für alle Geförderten 24 Monate (Meitner), 36 Monate (Firnberg)


Nächster Schritt zur Frauenförderung und Gleichstellung

Wenngleich ESPRIT Frauen und Männern offensteht, legt das Programmdesign großes Augenmerk auf die Förderung weiblicher Karrieren. In allen Programmphasen, von der Antragsstellung über die Entscheidungsfindung bis zur Projektdurchführung, sind unterschiedliche Maßnahmen implementiert, um Gleichstellung sicherzustellen. Dazu zählen beispielsweise transparente, nachvollziehbare Begutachtungskriterien, die auch die persönlichen Lebensumstände von Forschenden mitberücksichtigen, budgetäre Vorkehrungen wie die Reservierung der Hälfte der Projektförderungen für Frauen sowie die Intensivierung der im Firnberg-Programm bewährten frauenfördernden Begleitmaßnahmen.

 

Die ESPRIT-Maßnahmen zur Frauenförderung im Überblick

  • Frauenförderung in der Antragsphase

    • Informations- bzw. Beratungsveranstaltungen speziell für Wissenschaftlerinnen in unterschiedlichen Formaten
    • Gendergerechte Richtlinien für Lebensläufe und transparente Begutachtungskriterien
       

  • Frauenförderung in der Entscheidungsphase

    • Berücksichtigung der Chancengleichheit im Entscheidungsverfahren: transparente und nachvollziehbare Begutachtungskriterien, Sensibilisierung der Gutachter/innen und Antibias-Schulung der Entscheidungsgremien
    • Externe Evaluierung der Programmimplementierung und des Entscheidungsverfahrens in Bezug auf Chancengleichheit durch internationale Expertinnen und Experten (Projekt „GRANTeD“)
    • Hälfte der Projektförderungen für Frauen
    • Bei gleicher Qualifikation und gleicher Qualität Bevorzugung der Anträge von Frauen
       

  • Frauenförderung in der Projektphase

    • Know-how-Transfer und Visibility-Maßnahmen durch laufende Mentorings, Workshops und Netzwerktreffen
    • Kinderpauschalen bis zum dritten Geburtstag des Kindes bei Vollzeitbeschäftigung der Projektleiterin
       

Externe Evaluierung begleitet die Umstellung

Die Implementierung des neuen Programms wird unter der Leitung von Joanneum Research (Projekt „GRANTeD“) mit Fokus auf die Themen Chancengleichheit und Genderbias im Peer-Review- und Entscheidungsverfahren wissenschaftlich begleitet. Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiges Monitoring des Frauenanteils an den beantragten und bewilligten Projekten und der Bewilligungsquoten.

Weitere Informationen zum neuen ESPRIT-Karriereprogramm, den Antragsvoraussetzungen und Förderungskriterien finden Sie hier:

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