Rund um den Globus arbeiten Forschende daran, neues Wissen für eine nachhaltige Zukunft hervorzubringen. Über die Förderschiene „Wege zur Nachhaltigkeit“ werden 136 Forschende aus 37 Ländern, darunter auch Österreich, transdisziplinäre Projekte durchführen.

Antworten auf globale Herausforderungen wie die Klimakrise benötigen das Wissen und die Zusammenarbeit von Forschenden aus aller Welt. Um es noch mehr Forschenden zu ermöglichen, neues Wissen entlang der UN-Nachhaltigkeitsziele hervorzubringen, unterstützt der FWF die internationale Förderinitiative „Pathways to Sustainability“ des Belmont Forums. Dreizehn neue Forschungsnetzwerke, die in 37 Ländern aktiv sein werden, können nun loslegen – darunter auch zwei Teams mit österreichischer Beteiligung.

Der Wissenschaftsfonds FWF ist Partner der Förderinitiative „Pathways to Sustainability“ des Belmont Forums. In der ersten Ausschreibungsrunde dieses internationalen Calls konnten jetzt 13 Forschungsnetzwerke, die rund um den Globus aktiv sind, mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert werden. Ziel der Förderinitiative ist es, neue transdisziplinäre Forschungsnetzwerke zu ermöglichen, die innovative Lösungen zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele erforschen. Der transdisziplinäre Call legt einen Schwerpunkt auf die Einbindung gesellschaftlicher Stakeholder, um die Forschungsergebnisse rasch umsetzen und anwenden zu können.

Zwei Projekte unter österreichischer Leitung gefördert

Unter den 13 geförderten Projekten sind auch zwei Projekte unter österreichischer Beteiligung bzw. Leitung. So wird der Umweltwissenschaftler Christian Folberth vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) mit seinem Team (darunter Franz Sinabell / WIFO und Thomas Schinko / IIASA) und Kolleg/inn/en aus Brasilien, Marokko, der Türkei, Südafrika und den USA neue Ansätze erforschen, wie Landwirtschaft nachhaltiger werden kann. Dazu zählen neue Indikatoren, um Nachhaltigkeit besser messen zu können und das Verständnis sozioökonomischer und ökologischer Zusammenhänge zu erhöhen. In seinem Projekt werden Forschende aus sechs Regionen der Welt sowie unterschiedlichen Expertisen eng mit Stakeholdern aus der Landwirtschaft zusammenarbeiten.

In einem weiteren Projekt analysiert die Umweltwissenschaftlerin Barbara Willaarts gemeinsam mit dem Komplexitätsforscher Piotr Magnuszweski (beide IIASA) sowie Kolleg/inn/en aus Frankreich, dem Senegal und Südafrika die Wechselwirkungen zwischen einzelnen UN-Nachhaltigkeitszielen. Unter dem Titel „SDG-Pathfinding“ sollen Kapazitäten und Werkzeuge entwickelt werden, um Transformationsprozesse erfolgreich auf politischer und gesellschaftlicher Ebene anzustoßen. In „Living Labs“ werden Stakeholder eng in das Projekt eingebunden.

Links:

Alle geförderten Projekte im Überblick

Belmont Forum

IIASA

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