Wassertropfen fällt auf gelb-blau-beleuchtete Wasseroberfläche und verursacht konzentrische Kreise

In der dritten FWF-Kuratoriumssitzung dieses Jahres, die vom 21. bis 23. Juni 2021 stattfand, konnten Projekte im Umfang von 52,9 Millionen Euro bewilligt werden. Insgesamt konnten von 922 Anträgen 177 herausragende Projekte reüssieren, darunter die START-/Wittgenstein-Preise, 22 Einreichungen des 1000-Ideen-Programms sowie 14 neu bewilligte Corona-Forschungsprojekte.  

START-/Wittgenstein-Preise, 1000-Ideen-Projekte, Covid-19-Akutförderung: In der jüngsten Bewilligungsrunde brachte das FWF-Kuratorium allein in diesen Förderschienen 43 Projekte mit einem Bewilligungsvolumen von 16,6 Millionen Euro auf den Weg. Insgesamt schafften es 922 Anträge mit einem Volumen von 343,4 Millionen Euro in die internationale Begutachtung. Davon konnten 177 Anträge mit einer Bewilligungssumme von 52,9 Millionen Euro reüssieren.

Alle neu bewilligten Forschungsprojekte finden Sie online unter: https://pf.fwf.ac.at/de/wissenschaft-konkret/project-finder

Alle Statistiken zur aktuellen Kuratoriumssitzung finden Sie online unter: https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/foerderungsstatistiken/

Die Einzelprojekte als „Rückgrat“ der FWF-Förderungen machten wieder den größten Anteil der Bewilligungen aus. Bei einer Antragssumme (inkl. der Klinischen Forschung) von 86,8 Millionen Euro konnten 25,4 Millionen Euro bewilligt werden, was einer Bewilligungsquote von 29,2 Prozent entspricht. Die 68 bewilligten Projekte haben eine durchschnittliche Fördersumme von rund 373.000 Euro. 

Zweite Bewilligungsrunde im 1000-Ideen-Programm

Mit dem 1000-Ideen-Programm fördert der FWF völlig neue, gewagte oder besonders originelle Forschungsideen. Nach einer ersten Bewilligungsrunde 2020 standen nun die Förderentscheidungen der zweiten 1000-Ideen-Ausschreibung am Programm.

Insgesamt reichten 270 Forschende Projektideen mit einem Volumen von 37,9 Millionen Euro ein. Begutachtet wurden 237 Projektideen mit einem Volumen von 33,7 Millionen Euro. Eine internationale Jury begutachtete in einem Doppelblind-Verfahren die Anträge, die endgültige Entscheidung trafen die Mitglieder des FWF-Kuratoriums. 22 Projekte an 13 Universitäten und Forschungsstätten mit einem Fördervolumen von 3,3 Millionen Euro können nun umgesetzt werden.

Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen

Die Ausschreibung im Bereich der Programme Firnberg und Richter ergab ein Antragsvolumen von insgesamt 30,2 Millionen Euro. Davon wurden 7,9 Millionen Euro bewilligt (Bewilligungsquote: 26,2 %).

Informatikerin Monika Henzinger ist Wittgenstein-Preisträgerin 2021

Ebenfalls in die Juni-Sitzung fiel die Entscheidung zu Österreichs höchstdotierten Wissenschaftspreisen: Die Informatikerin Monika Henzinger wurde von der internationalen Fachjury zur Wittgenstein-Preisträgerin 2021 gekürt. Henzinger, die sich mit Algorithmen beschäftigt, legt einen neuen Schwerpunkt auf „Differential Privacy“, wodurch personenbezogene Informationen innerhalb großer Datenmengen beweisbar geschützt sind. Sie ging aus 23 Nominierungen als Preisträgerin hervor und erhält eine Fördersumme von 1,5 Millionen Euro, um ihre Forschung an der Weltspitze weiter ausbauen zu können.

Ein Interview mit Monika Henzinger, ein kurzes Video sowie eine Bildergalerie der Preisträgerin und Bilder der Pokalübergabe mit Bundesminister Heinz Faßmann und FWF-Präsident Christof Gattringer finden Sie hier.

START-Exzellenzförderungen: Je 1,2 Millionen Euro für aufstrebende Spitzenforscher/innen aus Innsbruck und Wien

Darüber hinaus empfahl die START-/Wittgenstein-Jury, sechs START-Preise zu vergeben. Diese sechs Projekte, zwei davon werden von Frauen geleitet, werden mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro gefördert. Die START-Preise gingen an Laura DONNAY (Technische Universität Wien, Institut für theoretische Physik), Julian LEONARD (Technische Universität Wien, Atominstitut), Yash LODHA (Universität Wien, Fakultät für Mathematik), Hannes Josef MIKULA (Technische Universität Wien, Institut für Angewandte Synthesechemie), Markus Hartmann MÖST (Universität Innsbruck, Institut für Ökologie) sowie Katharina Theresa PAUL (Universität Wien, Fakultät für Sozialwissenschaften).

Interviews mit allen START-Preisträgerinnen und -Preisträgern finden Sie hier.

14 neue Akutprojekte zur Coronapandemie bewilligt

In der aktuellen Kuratoriumssitzung konnten so viele Corona-Forschungsprojekte wie noch nie in einer Bewilligungsrunde bewilligt werden. Insgesamt starten 14 neue Projekte mit einem Coronaschwerpunkt im Umfang von fünf Millionen Euro. Die Bandbreite reicht von klinischen und medizinischen Studien bis hin zu Analysen der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Alle FWF-geförderten Corona-Forschungsprojekte finden Sie hier.

Über das FWF-Kuratorium

Das Kuratorium des FWF setzt sich aus dem Präsidium des Wissenschaftsfonds sowie Fachreferentinnen und Fachreferenten zusammen. Die aktuelle Funktionsperiode des Gremiums läuft noch bis Oktober 2023. Primäre Aufgabe des Kuratoriums ist die Entscheidung über die Förderung von Forschungsvorhaben.

Die Mitglieder des FWF-Kuratoriums finden sich unter: https://www.fwf.ac.at/de/ueber-den-fwf/organisation/kuratorium/

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