Viele bunte Heißluftballons aus der Froschperspektive am blauen Himmel
© IanDooley/Unsplash

Für Innovationen braucht es Mut zu Neuem. Mit dem 1000-Ideen-Programm ermöglicht der Wissenschaftsfonds FWF Hochrisikoforschung sowie besonders außergewöhnliche Forschungsideen an österreichischen Forschungsstätten. Im Rahmen des zweiten Förder-Calls werden 22 ambitionierte Projekte unterstützt.

Um die Innovationskraft heimischer Grundlagenforschung zu stärken, fördert der FWF mit dem 1000-Ideen-Programm visionäre Ideen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Österreich. Unter den aktuellen geförderten Forschenden sind beispielsweise Uwe Karsten Simon von der Universität Graz, der den Nutzen von Experimentierunterricht für die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Autismus erforscht, Eleni Marina Tomazou von der St. Anna Kinderkrebsforschung, die den Ribosomencode der Chemotherapie-Resistenz knacken will, und der Quantenforscher Philip Walther von der Universität Wien, der den Einfluss der Erdrotation auf verschränkte Photonenpaare untersucht.

„Die Qualität und Vielfalt der eingereichten Projekte hat die Jury sehr beeindruckt. Die 22 ausgewählten Projekte bilden ein breites Spektrum kreativer Ideen ab, die das Potenzial haben, ihren jeweiligen Bereich zum Vorteil der Gesellschaft positiv zu verändern“, bilanziert der Juryvorsitzende James W. Kirchner die zweite Ausschreibungsrunde.

FWF-Präsident Gattringer: „Außergewöhnliche Forschung ermöglichen“

Mit 270 eingereichten Projekten lag die Beteiligung am zweiten Fördercall auf dem Niveau des Vorjahres. Die durchschnittliche Fördersumme der aktuellen Ausschreibungsrunde beträgt 150.000 Euro, die Projektlaufzeiten liegen zwischen 16 und 24 Monaten. „Neben hoher fachlicher Qualität setzt das 1000-Ideen-Programm des Wissenschaftsfonds bei den geförderten Projekten gezielt auch auf Risikofreude. Damit wollen wir zu Forschung außerhalb des gängigen Rahmens ermuntern und diese auch ermöglichen“, erklärt FWF-Präsident Christof Gattringer.

Die 22 geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre Wirkungsstätten

  • Federico Baltar, Department für Funktionelle und Evolutionäre Ökologie / Universität Wien
  • Wolfgang Bogner, Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin / Medizinische Universität Wien
  • Tobias Eisenberg, Institut für Molekulare Biowissenschaften / Universität Graz
  • Alexa Färber, Institut für Europäische Ethnologie / Universität Wien
  • Wolfgang Göderle, Institut für Geschichte / Universität Graz
  • Florian Grebien, Institut für Medizinische Biochemie / Veterinärmedizinische Universität Wien
  • Florian Halbritter, CCRI Children’s Cancer Research Institute / St. Anna Kinderkrebsforschung GmbH
  • Ludger Hengst, Biozentrum Innsbruck / Medizinische Universität Innsbruck
  • Alexander Hüttenhofer, Biozentrum Innsbruck / Medizinische Universität Innsbruck
  • Robert Kourist, Institut für Molekulare Biotechnologie / Technische Universität Graz
  • Hans Marx, Institut für Mikrobiologie und Mikrobielle Biotechnologie / Universität für Bodenkultur Wien
  • Ulrich Meyer, Institut für Soziologie / Johannes Kepler Universität Linz
  • Christof Miska, Institute for International Business / Wirtschaftsuniversität Wien
  • Alexander Opitz, Institut für Chemische Technologien und Analytik / Technische Universität Wien
  • Ronald Ortner, Department Mathematik und Informationstechnologie / Montanuniversität Leoben
  • Vikas Remesh, Institut für Experimentalphysik / Universität Innsbruck
  • Dimitra Sakoula, Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft / Universität Wien
  • Rafael Schögler, Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft (ITAT) / Universität Graz
  • Uwe Karsten Simon, Institut für Biologie / Universität Graz
  • Eleni Marina Tomazou, CCRI Children’s Cancer Research Institute / St. Anna Kinderkrebsforschung GmbH
  • Laura Vana, Institute for Finance, Banking and Insurance / Wirtschaftsuniversität Wien
  • Philip Walther, Quantum Optics, Quantum Nanophysics and Quantum Information / Universität Wien


Nächster Fördercall im Herbst 2021

Die nächste Ausschreibungsrunde zum 1000-Ideen-Programm startet im Herbst 2021. Die eingereichten Projektanträge werden in einem Doppelblind-Verfahren anonymisiert, teilrandomisiert und von einer 20-köpfigen internationalen Jury unter der Leitung von James W. Kirchner von der ETH Zürich bewertet. Auf Basis der Jury-Empfehlungen entscheidet das FWF-Kuratorium über die Förderungen.

Weitere Informationen: »1000-Ideen-Programm

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