Der Wissenschaftsfonds FWF bedauert den heute überraschend verkündeten Rücktritt von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann. Für den FWF war Faßmann seit der Übernahme der Wissenschaftsagenden Anfang 2018 ein konstruktiver und engagierter Partner für die Anliegen der Grundlagenforschung in Österreich.

FWF-Präsident Christof Gattringer und kaufmännische Vizepräsidentin Ursula Jakubek würdigen in einer ersten Reaktion die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Die gute Gesprächsbasis mit Heinz Faßmann sowie das hohe Maß an Vertrauen, gegenseitiger Wertschätzung und inhaltlicher Tiefe waren besonders stark ausgeprägt und mit ein Grund, weshalb wir in kurzer Zeit gemeinsam viel umsetzen konnten. So überraschend die jetzige Entscheidung von Heinz Faßmann für den FWF und die Wissenschaftsgemeinschaft in Österreich sein mag, ist sie doch zu respektieren und zu akzeptieren.“

Als Meilensteine in der bisherigen Zusammenarbeit nennen Gattringer und Jakubek, selbst seit 2021 im Amt, die Implementierung der Exzellenzinitiative, den Abschluss der dreijährigen Finanzierungsvereinbarung sowie die Einrichtung des Fonds Zukunft Österreich als Nachfolgekonstruktion der Nationalstiftung. „Wir möchten neben dem scheidenden Wissenschaftsminister auch seinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Namen des FWF sehr herzlich danken“, so Gattringer und Jakubek abschließend.

Gleichzeitig blicken Christof Gattringer und Ursula Jakubek auch schon in die Zukunft. „Wir gratulieren dem bisherigen Rektor der Universität Graz Martin Polaschek ganz herzlich zur Bestellung als neuer Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Mit ihm übernimmt ein Mann das Ruder, der die Forschungslandschaft in Österreich und darüber hinaus sehr gut kennt. Wir freuen uns darauf, die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem BMBWF mit ihm als neuem Bundesminister nahtlos fortsetzen zu können“, so Gattringer und Jakubek.

Christof Gattringer, bis zu seinem Wechsel ins Amt des FWF-Präsidenten im April 2021 selbst Vizerektor der Universität Graz, arbeitete mit Martin Polaschek in ihrer gemeinsamen Zeit an der Universität jahrelang sehr gut zusammen. Und auch mit dem FWF hat der neue Wissenschaftsminister bereits Bekanntschaft gemacht, leitete er doch zwei vom FWF geförderte Einzelprojekte zu Themen aus dem Bereich der Rechtsgeschichte.

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