Talks & Diskussionen

Eine Arena für Diskussion und Gedankenaustausch

Am Samstag eröffnen Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesminister Heinz Faßmann, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und FWF-Präsident Klement Tockner das Festival.

Danach geben sich renommierte Podiumsgäste in mehreren Diskussionsrunden das Mikrofon in die Hand: Wittgenstein-Preisträger Jan-Michael Peters lotet gemeinsam mit der Moraltheologin Sabine Müller unter dem Titel „What is life?“ das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft am Beispiel moderner Errungenschaften der Lebenswissenshaften aus; Pioniere wie die START-Preisträgerin Miriam Unterlass, der Unternehmer Helmut List oder der Physiker und Gründer Markus Aspelmeyer zeigen unter der Moderation von ORF Radio Wien Chefredakteurin Jasmin Dolati auf, wie sich Neugier, Kreativität Pioniergeist kultivieren lassen; eine Podiumsrunde mit der Wissenschaftsforscherin Ulrike Felt, dem Juristen Stefan Rixen, dem Citizen-Science Experten Florian Heigl und der Meinungsforscherin Eva Zeglovits fragt unter der Leitung von Ö1-Wissenschaftsredakteur Martin Haidinger nach der Akzeptanz und Integrität der Wissenschaft. Abends beweisen Forscher/innen wie die Archäologin Julia Budka, der Instrumentendesigner Martin Kaltenbrunner, die Biologin Eva Ringler und der Zoologe Michael Traugott beim „Science Slam & Fuckup Night“ ihr Showtalent und wetteifern um die Gunst der Festivalbesucher/innen.

Der Sonntagvormittag widmet sich dem jungen Publikum: In der Früh sendet die ORF Wien Rätselratte Rolf-Rüdiger live vom Maria-Theresien-Platz, danach lädt die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter zur Kindervorlesung „Flüsse zähmen und Schlösser bauen“.

Am Nachmittag erörtern Systemwissenschaftler Keywan Riahi und die Umweltökonomin Sigrid Stagl Wege, wie sich die Klimakrise noch bewältigen lässt. Unter dem Titel „50 Jahre Spitzenforschung in Österreich“ werfen danach Bundespräsident a.D. Heinz Fischer, die Computerwissenschaftlerin Monika Henzinger, die ehemalige Präsidentin des Europäischen Wissenschaftsrats Helga Nowotny oder der langjährige Wissenschaftsminister und ehemalige FWF-Präsident Hans Tuppy unter der Moderation der Journalistin Eva Stanzl einen anekdotenhaften Blick zurück auf die Entwicklung der Grundlagenforschung in Österreich. Die Gleichstellungsbeauftragte Sylwia Bukowska, Literaturwissenschaftlerin Julia Grillmayr, ZEIT-Journalistin Anna-Lena Scholz, Wittgenstein-Preisträgerin Renée Schroeder und HR-Expertin Gundi Wentner fragen unter der Leitung von Michael Köttritsch, Karriere-Ressortleiter der PRESSE, warum es noch immer zu wenig Frauen an der Spitze der Wissenschaft gibt. Gleich im Anschluss zeichnet der FWF die erfolgreichen Stelleninhaberinnen seiner Programme zur Förderung von Frauen in der Grundlagenforschung aus.

Am Montag lädt der ORF am Festival zu einem DialogForum spezial. Elisabeth Hoffmann, deutsche Forschungssprecherin des Jahres, Tom Matzek, Wissenschaftsredakteur des ORF, die Open Science-Expertin Kaja Mayer und der Autor und Moderator Ranga Yogeshwar diskutieren unter der Leitung von Klaus Unterberger das Verhältnis Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit.

Partnerprogramm

Das Forschungszentrum CERN gastiert mit einer Wanderausstellung am Festivalgelände und diskutiert mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik die Frage „Forschung? Was geht mich das an“. Das Institut für Soziale Ökologie der Boku Wien erörtert in einem Symposium Zukunftsfragen der interdisziplinären Forschung. Die Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität lädt zum Symposium „Promoting a Culture of Integrity“ und die uniko Universitätenkonferenz veranstaltet unter dem Titel „Inklusive Wissenschaft: zum Für und Wider von Open Science und Citizen Science“ erstmals zum „Universitätsdiskurs Austria“.

START- und Wittgenstein Verleihung als feierlicher Abschluss

Den Abschluss des Festivals bildet eine Preisverleihung der besonderen Art. Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wird mit einer Festrede eröffnen, EU-Kommissar Carlos Moedas, Wissenschaftsminister Heinz Faßmann und FWF-Präsident Klement Tockner werden die höchstdotierten Wissenschaftspreise Österreichs übergeben. Die Verleihung ist nur mit Einladung zugänglich.