FWF-Portrait

Der FWF erreicht bereits 2013 in seinen Gremien ein ziemlich ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern. Anfang 2016 ist das Geschlechterverhältnis in Präsidium und Aufsichtsrat 50 %. Die Delegiertenversammlung hat einen Frauenanteil von 36 % und im Kuratorium ist der Anteil an Frauen 39 %. In seiner Belegschaft weist der FWF mit 69 % Frauen eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Frauen auf allen Hierarchieebenen aus. Vier von vier Fachabteilungen leiten Frauen, zwei von drei Abteilungspräsidenten sind weiblich, wie auch die kaufmännische Vizepräsidentin. Frauen leiten drei von sechs Serviceabteilungen; die drei Strategieabteilungen werden von Männern geleitet.

Frauen und Männer in den Gremien des FWF*
Gesamt Frauen Männer
Präsidium 4 2 2
Aufsichtsrat1) 10 5 5
Kuratorium BIOMED2) 18 8 10
Kuratorium Gewisoz2) 16 8 8
Kuratorium Nawitec2) 20 5 15
Delegiertenversammlung1) 59 21 38
Internationale START/
Wittgenstein-Jury
13 4 9
PEEK-Board 6 3 3
WissKomm-Jury 6 3 3
Sekretariat2)3) 100 69 31
Gesamt 252 128 124

*Zum 31.03.2016; 1) Stimmberechtigte Mitglieder; 2) exkl. FWF-Präsidiumsmitgliedern; 3) inkl. Geringfügig Beschäftigte, freie DienstnehmerInnen, exkl. Karenzierte Personen

Die Organisation des FWF

FWF – AntragstellerInnen und ProjektleiterInnen

Im Jahr 2005 bewegte sich die Zahl der Antragstellerinnen beim FWF bei ca 20,4 %. Im Jahr 2015 liegt die Zahl der Antragstellerinnen bei 31.6 %. Die Bewilligungsraten werden seit 2009 jährlich geschlechtsspezifisch erfasst, aufbereitet und veröffentlicht, nämlich im Jahresbericht, der die Beteiligungs- und Förderungsstatistiken für alle Programme enthält.

Diese Bewilligungsraten schwanken zwischen den Geschlechtern und den Jahren. Der FWF sagt selbst:
"Der Anteil von Frauen als Antragstellerinnen hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, sodass mittelfristig mit einem Anteil von einem Drittel und mehr gerechnet werden kann. Dennoch hatten Frauen im Zeitraum von 1998 bis 2008 bei den Einzelprojekten im Schnitt eine geringere Bewilligungsquote als Männer. Die Gründe dafür sind mit großer Wahrscheinlichkeit nicht vom Entscheidungsverfahren (inkl. Peer Review) bestimmt, sondern haben mit der Unterrepräsentation von Frauen in einigen Disziplinen, mit zusätzlichen (v.a. familiären) Belastungen in den Karriere entscheidenden Altersphasen sowie mit einem höheren Ausmaß an prekären Beschäftigungsverhältnissen zu tun."

Im Rahmen mehrerer Analysen hat der FWF diese Tatsache untersucht und sich bemüht der Frage nach einem statistisch relevanten Unterschied zukünftig auch Disziplinen spezifisch nachzugehen (siehe dazu auch die Punkte: FIX the Institutions, Monitoring Chancengleichheit)

FWF-Jahresberichte

Karriereentwicklung für Wissenschafterinnen

Der FWF bietet hervorragend qualifizierten Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, die Möglichkeit, im Rahmen einer zweistufigen Karriereentwicklung insgesamt 6 Jahre Förderung in Anspruch zu nehmen.

Das Karriereentwicklungsprogramm für Wissenschafterinnen ist unterteilt in das Postdoc-Programm Hertha Firnberg zur Förderung von Frauen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere und in das Senior Postdoc-Programm Elise Richter mit dem Ziel der Qualifikation zur Bewerbung um eine in- oder ausländische Professur.

Jährlich werden um die 15 Herta Firnberg und Elise Richterstellen Inhaberinnen ausgezeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. International sichtbare Forschungsleistung sowie hervorragenden Projekte bewirkt die Zuerkennung der Stellen, die Frauen in ihrer wissenschaftlichen Karriere in Österreich unterstützten sollen und ihre Weiterqualifizierung wie auch Verankerung an den jeweiligen Forschungsstätten bewerkstelligen sollen. Eine 2010 durchgeführte Evaluierung des Programms erläutert und bestätigt die Wirkung des Karriereentwicklungsprogramms.

Serie "Frau in der Wissenschaft" im FWF-info

Das erste Gespräch mit Gudrun Höck vom Naturhistorischen Museum bildete im Jahr 2005 den Start eines neuen Schwerpunktes im FWF-Info, der seitdem konsequent fortgesetzt wurde. Als Projektleiterinnen tätige Wissenschafterinnen aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsgebieten und den verschiedensten Projekttypen erzählen über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen als Frauen im Wissenschaftsbetrieb. Was diese Frauen im Umfeld der Wissenschaft erfahren, was sie fördert, was sie hemmt und wie sie es schaffen, Beruf und Familie zu vereinbaren, sind die Themen dieser Interviewreihe. Die Serie erhöht die Sichtbarkeit von Frauen als Projektleiterinnen in Österreich. Seit dem Jahr 2005 wurden mehr als 39 Frauen porträtiert.

FWF-info: Frau in der Wissenschaft

Coaching-Workshops

Die FWF Coaching Workshops bieten die direkteste und interaktivste Form der Informationsvermittlung des FWF zu seinen Prozessen und Abläufen. Für maximal 20 TeilnehmerInnen besteht die Möglichkeit, sich einen Tag lang intensiv mit der "Fördermaschine FWF" auseinander zu setzen. In Form von interaktiven Übungen an Hand praktischer Beispiele werden Rahmenbedingungen und Verfahren der FWF Arbeit, Einzelheiten der Antragstellung, sowie Begutachtungs- und Entscheidungsprozesse und die Abwicklung des Projektes transparent gemacht.

Im Rahmen der FWF Coaching Workshops für Frauen werden die oben beschriebenen Informationen von FWF Trainerinnen an die Teilnehmerinnen vermittelt. Erweitert wird dieser Workshop durch spezielle Informationen zu den FWF Karriereentwicklungsprogramm für Frauen. Zusätzlich soll damit ein spezieller Raum geschaffen werden für den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Wissenschafterinnen.

FWF-Coaching-Workshops