MikroRNAs als prädiktiver Marker in COVID-19 - Alice Assinger

Alice Assinger, Medizinische Universität Wien, Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, 287.533,05 Euro Fördersumme

Alice Assinger erforscht, wie sich COVID-Krankheitsverläufe besser vorhersehen lassen. Ihre Erkenntnisse helfen, die Versorgung von Patient/inn/en zu verbessern und das Gesundheitssystem zu entlasten. © Privat

Die COVID-19-Pandemie stellt eine komplexe Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Damit Patient/inn/en besser versorgt werden können, werden dringend Biomarker und Diagnostika für die individuelle Risikoeinschätzung eines schweren Krankheitsverlaufs benötigt. Seit Beginn der Pandemie erforscht die Naturwissenschaftlerin Alice Assinger neue Biomarker und arbeitet eng mit der Klinik Favoriten, der Medizinischen Universität Innsbruck, der Johannes Kepler Universität Linz sowie dem Karolinska-Universitätskrankenhaus in Schweden zusammen.

Mit der FWF-Akutförderung kann Alice Assinger einen Schritt weiter gehen und zirkulierende mikroRNAs als alternative Biomarker zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs untersuchen. Sie können aus wenigen Tropfen Blut gewonnen werden und sind bereits zur Diagnose anderer Krankheiten im Einsatz, jedoch ist ihre Rolle bei COVID-19 noch völlig ungeklärt. Dieses Projekt soll Klarheit darüber schaffen, welche mikroRNAs bei schweren COVID-19-Verläufen verändert sind und somit tiefere Einblicke in das individuelle Krankheitsgeschehen ermöglichen. Eine verlässliche Prognose des Krankheitsverlaufs könnte zu einer personalisierten medizinischen Versorgung beitragen und damit das Gesundheitssystem stark entlasten.