Liebe scilog-Leser:innen,
sind Sie auch immer wieder erstaunt, wie schnell ein Jahr vorbeizieht? Je älter wir werden, desto rasanter vergeht die Zeit. Studien bestätigen dieses subjektive Gefühl. Es wird durch Routine, Stress, unbewusstes Handeln erzeugt. Als Rezept für Zeitdehnung empfehlen Psycholog:innen, Neues zu entdecken.
Grundlagenforscher:innen dürften folglich eine andere Zeitwahrnehmung haben. Schließlich ist ihr größter Antrieb die Neugierde, so auch des Physikers Thorsten Schumm. Er beschäftigt sich intensiv mit Fragen zum Thema Zeit. Seinem Team an der TU Wien ist es gelungen, die genaueste Uhr der Welt, die erste Atomkernuhr, zu entwickeln.
Ein lange bestehendes Rätsel konnte 2025 auch die Biochemikerin Elly Tanaka lösen. Die Regenerationsforscherin hat eine Art Navigationssystem in Axolotl – Schwanzlurchen – identifiziert, das Körperzellen den Weg weist, um Gliedmaßen nachwachsen zu lassen. Tanaka geht davon aus, dass diese Funktion auch im Erbgut von uns Menschen angelegt ist. Für ihren Durchbruch wurde die Forscherin mit dem FWF-Wittgenstein-Preis ausgezeichnet.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel neues Wissen die Forschung hervorbringt und das mit großen gesamtgesellschaftlichen Effekten, wie eine aktuelle Studie zu Österreichs Grundlagenforschung zeigt. Dass wir vieles noch nicht wissen und verstehen, ist die Kehrseite davon. Doch was wäre das für ein Leben, in dem alles ausgeforscht ist?
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In diesem Sinne gute Regeneration oder wie der gewitzte Slogan eines Tiroler Skigebietes uns auffordert: Relax, if you can.
Alles Gute für 2026 wünscht
Ihre Ingrid Ladner im Namen der scilog-Redaktion
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