#ConnectingMinds

Mit Unterstützung der Nationalstiftung schreibt der FWF im Februar 2020 erstmals das Programm #ConnectingMinds aus. Mit dem neuen Programm ermutigt der Wissenschaftsfonds FWF Forschende dazu, auch wissenschaftsferne Akteurinnen und Akteure einzubinden. Gefördert werden Teams, die wissenschaftliches und gesellschaftliches Wissen verbinden, um den anstehenden sozialen, technologischen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen gerecht zu werden.

Das Programm #ConnectingMinds verfolgt folgende Zielsetzungen:

  • Initiierung von kooperativen Forschungsvorhaben, die wissenschaftliches und gesellschaftliches Wissen verbinden (transdisziplinäre Forschung);
  • Unterstützung von Forschungsvorhaben zu Themen von hoher aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Relevanz, in denen nach möglichen Lösungsoptionen für komplexe Herausforderungen gesucht wird;
  • Verbreitung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis (Unterstützung des „Third Mission“-Konzepts);
  • Capacity building der Wissenschaftler/innen in Bezug auf transdisziplinäres Forschen.

Ob Digitalisierung, Pflege, Klimaschutz oder Demokratie – das Förderungsprogramm #ConnectingMinds ist themenoffen. In der ersten Pilotphase stehen insgesamt 4 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung, in denen Wissenschaftler/innen gemeinsam mit Menschen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen einen Forschungsprozess initiieren und umsetzen. Praxisakteurinnen und -akteure können beispielsweise Vertreter/innen von NPO/NGOs, Vereine, die öffentliche Verwaltung, Unternehmen, Gesundheits- oder Bildungseinrichtungen sein. Ziel ist es, das gemeinsame Suchen nach Lösungen zu komplexen aktuellen Fragen zu unterstützen sowie gesellschaftliches Engagement und kollektives Lernen zu fördern. Die kommerzielle Verwertung der Forschungsergebnisse ist in der Projektlaufzeit keine Zielsetzung des Programms, somit sind die Verwertungsstrategien nicht Gegenstand der Förderung.

Das Programm ist in zwei Stufen gegliedert. In einer Vorstufe können im Frühjahr 2020 zwei bis fünf Forscher/innen einen Antrag für die Durchführung eines projektspezifischen Workshops stellen (#ConnectingMinds Workshop). Dieser Workshop soll den Forscher/innen dazu dienen, ihre Projektidee und ihren geplanten Forschungsprozess für ein #ConnectingMinds-Projekt, gemeinsam mit den weiteren Projektbeteiligten (u.a. Praxisakteurinnen und -akteure) zu entwickeln und zu vertiefen.

In einem zweiten Schritt erfolgt im Herbst 2020 die Einreichung des Vollantrags für die Beantragung der Förderung eines #ConnectingMinds-Projekts. Dieses hat eine maximale Projektlaufzeit von 5 Jahren mit einer maximalen Förderungshöhe von 200.000 Euro pro Jahr. Die adressierte Zielgruppe und die Anforderungen an das Projekt entsprechen jenen des #ConnectingMinds Workshops.

Für die Antragstellung eines #ConnectingMinds Workshop ist Folgendes zu beachten:

Zielgruppe

  • Das Programm richtet sich an forschungsstarke Teams aller Wissenschaftsdisziplinen. Es gelten die standardmäßigen FWF-Voraussetzungen für Forscher/innen, insbesondere im Hinblick auf deren wissenschaftliche Qualifikation.
  • Ein/e Forscher/in tritt als Koordinator/in auf. Jede/r Wissenschaftler/in darf sich nur an einem Antrag für einen #ConnectingMinds Workshop beteiligen.
  • Die formale Antragstellung erfolgt durch die österreichische Forschungsstätte: Es besteht keine Begrenzung hinsichtlich der Zahl der Anträge, die von einer Forschungsstätte eingebracht werden können.

Zielsetzung
Umsetzung von thematisch fokussierten projektspezifischen Workshops, die zur Vorbereitung von Anträgen und Forschungskooperationen für ein transdisziplinäres #ConnectingMinds-Projekt dienen.

Anforderungen

Der Antrag ist wie in den Richtlinien dargestellt zu gestalten, mit der antragstellenden bzw. der/den beteiligten Forschungsstätte(n) abzustimmen und von der antragstellenden Forschungsstätte einzureichen.

  • Zusammenschluss von mindestens zwei bis maximal fünf wissenschaftlich bzw. künstlerisch-wissenschaftlich tätigen Personen mit einer nach FWF-Standards entsprechenden wissenschaftlichen Qualifikation; Das Team soll hinsichtlich Qualifikation, Expertise und Erfahrung eine hohe Komplementarität aufweisen.
  • innovativer Forschungsansatz, der eine gesellschaftliche Themenstellung sowie eine oder mehrere konkrete Herausforderung/en adressiert und mögliche Lösungsoptionen erarbeitet
  • Anwendung eines transdisziplinären Forschungsprozesses mit der Möglichkeit der Einbindung von Praxisakteurinnen und -akteuren inkl. der Planung von Wissensaustauschaktivitäten sowie Capacity-Building-Maßnahmen (für die beteiligten Wissenschaftler/innen)

Anmerkung: Nur Antragsteller/innen eines genehmigten und durchgeführten Workshops sind für den nachfolgenden Vollantrag antragsberechtigt.

Dauer

Die projektbezogenen Workshops haben eine Dauer von 1-3 Tagen. Sie müssen im Zeitraum zwischen Juli und September 2020 durchgeführt werden.

Höhe

Maximal 10.000 Euro für die Durchführung des Workshops. Diese Summe deckt Reisekosten, etwaige Nächtigungskosten, Tagesgelder, sonstige Kosten etc. ab.

Antragstellung

Über das elektronische Antragsportal des FWF (elane)

  • Ausschreibungsbeginn: 26. Februar 2020
  • Ausschreibungsende: Freigabe durch die Forschungsstätte der Koordinatorin/des Koordinators bis spätestens 16. April 2020, 14:00 lokale Zeit (Wien/Österreich)
  • auf Englisch

Vergabe

  • Schriftliche Begutachtung durch die internationale Jury des #ConnectingMinds-Programms
  • Förderungsentscheidung im Juni 2020 durch das Präsidium und das Kuratorium des FWF auf Grundlage der Begutachtung durch die internationale Jury

Anzahl

  • Förderung von 15 #ConnectingMinds Workshops