Der Wissenschaftsfonds FWF legt besonderen Wert auf ein inklusives Förderverfahren, an dem Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen gleichberechtigt teilnehmen können. Die Förderangebote des FWF sind so gestaltet, dass sie auch die wissenschaftlichen Karrieren von Forscher:innen abseits typisch geradliniger Verläufe bestmöglich unterstützen.

Alle Anträge unterliegen grundsätzlich den Voraussetzungen für die Antragstellung im jeweiligen Förderprogramm. Dabei legt der FWF besonderen Wert auf ein inklusives Förderverfahren und berücksichtigt daher – wenn notwendig und von den Antragsteller:innen gewünscht – individuelle Lebensumstände sowie Karriereunterbrechungen insbesondere aufgrund von:

  • Schwangerschaft und Geburt (inklusive Mutterschutz)
  • Kinderbetreuung
  • Behinderung
  • Chronische oder langfristige Erkrankung
  • Pflegeverpflichtungen
  • Klinische Ausbildung / Facharztausbildung
  • Präsenz- bzw. Zivildienst
  • Flucht und Asyl

Der FWF bietet Antragsteller:innen folgende Möglichkeiten:

Nachteilsausgleich durch Berücksichtigung von Lebensumständen/ Karriereunterbrechungen bei den Antragsvoraussetzungen

Sollten Sie die formalen Voraussetzungen (Fristen des Qualifikationsnachweises bzw. Publikationsnachweises) für eine Antragstellung nicht erfüllen, können Sie persönliche Gründe – entsprechend der obigen Liste – anführen, die Ihre Karriereentwicklung beeinflusst haben. Beachten Sie dazu bitte die Informationen zur Anrechenbarkeit.

Beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Notwendigkeit: Die Erbringung von Nachweisen ist nur notwendig, wenn die Antragsvoraussetzungen nicht erfüllt werden, das heißt, wenn Sie die Fristen für den Qualifikationsnachweis (Promotion) bzw. den Publikationsnachweis nicht einhalten können. Für eine Verlängerung der Antragsfristen sind entsprechende Nachweise notwendig, die auf Plausibilität geprüft werden. In Zweifelsfällen obliegt das abschließende Urteil über die Antragsberechtigung den zuständigen Gremien des FWF.
  • Vertraulichkeit: Die übermittelten Nachweise und persönlichen Angaben sind nur für die FWF-Geschäftsstelle einsehbar und werden nicht an Gutachter:innen weitergegeben.​ Sie dienen lediglich zur Prüfung der Antragsvoraussetzung und werden nach Abschluss der Bearbeitung vom FWF wieder gelöscht.
  • Übermittlung: Die Unterlagen/Nachweise sind per E-Mail an die zuständige Fachabteilung zu senden.
  • Formular: Das ausgefüllte Formular muss mitgeschickt werden.

Sichtbarmachung von Lebensumständen im Lebenslauf

In folgenden Fällen können Sie im wissenschaftlichen Lebenslauf Karriereunterbrechungen bzw. Lebensumstände anführen:

  • Sie erfüllen die Antragsvoraussetzungen, möchten aber dennoch gewisse Verzögerungen, Lebensumstände etc. im Lebenslauf für die Gutachter:innen sichtbar machen. Dies ist optional.
  • Sie erfüllen die Antragsvoraussetzungen nicht, nehmen den Nachteilsausgleich gemäß Punkt 1 in Anspruch und möchten Ihre Lebensumstände zusätzlich im Lebenslauf für die Gutachter:innen sichtbar machen. Dies ist optional.

Dabei sind Dauer und Grund der Karriereunterbrechung ausreichend, es sind keine sensiblen oder persönlichen Daten nötig. So können die Gutachter:innen bei der Gesamtbewertung Ihres Antrags den Qualifikationsnachweis bzw. die Publikationsleistung in Bezug auf den bisherigen wissenschaftlichen Werdegang entsprechend berücksichtigen.

Beratungsleistung des FWF

Darüber hinaus bietet der FWF auch Beratung zur Antragstellung für Menschen mit Behinderung, chronisch kranke Menschen bzw. Menschen mit herausfordernden Lebensumständen an. Bitte kontaktieren Sie die FWF-Stabsstelle für Chancengleichheit und Diversität in der Forschungsförderung unter chancengleichheit(at)fwf.ac.at, wenn Sie aufgrund Ihrer besonderen Situation Fragen zur Antragstellung haben.

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte rechtzeitig vor der Einreichung an:

  • die zuständige Fachabteilung,
  • das zuständige Programm-Management oder
  • die FWF-Stabsstelle für Chancengleichheit und Diversität in der Forschungsförderung unter chancengleichheit(at)fwf.ac.at.

Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität in der Forschungsförderung

Marlene Hock MSc
Stabsstellenleiterin
+43 676 83487 8610

Tamara Schmidt MSc
+43 676 83487 8853

chancengleichheit(at)fwf.ac.at

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