Neugierig auf Erfindergeist, Gründungen und Start-ups? Und auf die Menschen, die mit ihren Ideen den Unterschied machen? Lernen Sie vom FWF geförderte Wissenschaftler:innen kennen, deren Entdeckungen weit über die akademische Welt hinaus Wirkung entfalten. Ausgehend von der WIFO/IHS/JR-Studie „The Contribution of Basic Research Projects Funded by the Austrian Science Fund to Economic and Societal Impacts“ zeigen Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen, wie aus Grundlagenforschung neue Anwendungen, Innovationen und gesellschaftlicher Nutzen entstehen.

Ruth Breu
Impact Story

Softwaresysteme von Unternehmen werden zunehmend in die Cloud ausgelagert. Um diesen aufwendigen Prozess zu erleichtern, helfen die „lebendigen Modelle“ von Txture, einer Unternehmensausgründung der Universität Innsbruck. Die Informatikerin Ruth Breu begann früh, im Rahmen von FWF-Projekten digitale Landkarten für IT-Systeme zu entwickeln. Auf Basis dieses Know-hows wurde sie Mitgründerin des Spin-offs, das schließlich von IBM übernommen wurde. Der Zusammenschluss kommt auch dem IT-Standort Innsbruck zugute: Txtures global vernetztes Expert:innenteam mit seiner Nähe zur Universität Innsbruck soll ausgebaut werden.

Verena Gassner
Impact Story

Seit über 50 Jahren erforschen heimische Archäolog:innen die antike Handelsstadt Velia. Zuletzt wurden die Grabungen in Süditalien von Verena Gassner geleitet, die unter anderem auf methodische Innovationen und städtebauliche Analysen setzte. Die langjährige Kontinuität des österreichischen Engagements in Velia trägt zu vielen positiven Effekten bei – von der Ausbildung des akademischen Nachwuchses bis zur Stärkung der lokalen Wirtschaft.

Wolfgang Lechner
Impact Story

Die Kontrolle großer Quantenrechensysteme stellt Entwickler:innen vor große technische Herausforderungen. Der Tiroler Quantenwissenschaftler Wolfgang Lechner hatte im Rahmen seiner vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Grundlagenforschung die Idee zu einer neuartigen Architektur für Quantencomputer, bei der die schwierige Vernetzung vieler Qubits – die Ursache zahlreicher Hürden im Quantencomputing – nicht mehr notwendig ist. Das Spin-off-Unternehmen ParityQC, mit dem Lechner und sein Team die Technologie zur Anwendung bringen, wurde binnen kürzester Zeit zur Erfolgsgeschichte.

Birgit Mitter
Impact Story

Birgit Mitter untersuchte jahrelang Mikroorganismen, die in Pflanzen leben. Dafür entwickelte die Grundlagenforscherin mit ihren Kolleg:innen eine Maschine, die Mikroorganismen kontrolliert in Pflanzensamen einbringen kann. Die Technologie zeigte großes Potenzial für eine industrielle Anwendung und wurde deshalb zur Grundlage des Spin-off-Unternehmens Ensemo. Denn sie ermöglicht eine kontrollierbare Unterstützung von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen abseits chemischer und umweltschädlicher Dünge- oder Pflanzenschutzmittel.

Oliver Spadiut
Impact Story

Das Wiener Unternehmen NovoArc hat eine Technologie entwickelt, die den Transport und die Lagerung von Medikamenten, aber vor allem deren Bioverfügbarkeit im Körper enorm verbessert – und wurde dafür mit dem Phönix-Preis ausgezeichnet. Das nächste Ziel ist die Entwicklung einer mRNA-Impfung in Tablettenform, die die Spritze ersetzt.

Georg Winter
Impact Story

Das 1957 zugelassene Medikament Contergan, das zu Fehlbildungen bei Neugeborenen führte, ging als medizinische Katastrophe in die Geschichte ein. Heute zeigt sich, dass dem Mechanismus hinter der fatalen Wirkung der Schlüssel zu einer ganzen Klasse neuer Therapeutika innewohnt. Georg Winter zählt zu den führenden Forschenden im Bereich der sogenannten Glue-Degrader, die krank machende Proteine gezielt ausschalten können. Im Spin-off-Unternehmen Proxygen wird der Ansatz in Richtung Medikamentenentwicklung weitergeführt – namhafte Pharmakonzerne sind bereits mit an Bord.

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