Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (30%); Klinische Medizin (70%)
Keywords
Intermittent Fasting,
Exercise,
Randomized Controlled Trial,
Type 2 Diabetes
Abstract
Übergewicht und Adipositas betreffen in Österreich mehr als 50% der erwachsenen
Bevölkerung. Damit steigt das Risiko für Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2),
Erkrankungen des Bewegungsapparates aber auch Herz-Kreislauferkrankungen deutlich an.
Ein wesentliches Therapieziel bei übergewichtigen/adipösen Menschen mit Typ 2 Diabetes ist
eine Körpergewichtsreduktion, die sich aber oft herausfordernd gestaltet.
Für intermittierendes Fasten, bei dem über einen längeren Zeitraum keine Nahrung
aufgenommen wird, unterbrochen von Phasen, in denen keine Einschränkungen der
Nahrungszufuhr bestehen, konnten in der Vergangenheit bereits zeigen, dass es zu einer
Gewichtsreduktion und Verbesserung des Zuckerstoffwechsels bei Menschen mit Typ 2
Diabetes führen kann auch wenn diese bereits Insulin spritzen müssen. Weiters konnten
wir kein erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen im Rahmen dieser Fastenintervention
feststellen.
Es bleibt aber weiterhin unklar, ob intermittierendes Fasten bei Menschen mit Typ 2 Diabetes
einer Lebensstiländerung mit regelmäßigen Bewegungseinheiten überlegen ist, oder ob etwa
die Kombination aus intermittierendem Fasten und regelmäßigen Bewegungseinheiten die
stärksten Effekte auf eine Gewichtsreduktion und die Verbesserung des Zuckerstoffwechsels
aufweist.
Genau dieser Frage geht die INTERFAST-3 Studie nach, die 80 Personen mit bekanntem Typ 2
Diabetes untersuchen wird. Dies Studienteilnehmer*innen werden zufällig zu 4 Gruppen
zuordnenden werden: einer intermittierenden Fastengruppe, einer Bewegungsgruppe, einer
intermittierenden Fasten - und Bewegungsgruppe und einer Kontrollgruppe. Nach 12
Wochen werden die Effekte auf das Körpergewicht, auf Blutzuckerprofile und auch
Stoffwechselparameter untersucht. Darüber hinaus, soll auch die Nachhaltigkeit dieser
potenziellen Effekte über 2 Jahre nachverfolgt werden.