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Zentrum oder Peripherie?

Centre or Periphery?

Vera Müller (ORCID: 0000-0002-9736-7399)
  • Grant-DOI 10.55776/P31551
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2018
  • Projektende 29.02.2024
  • Bewilligungssumme 328.612 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (20%); Andere Naturwissenschaften (10%); Physik, Astronomie (10%); Sprach- und Literaturwissenschaften (60%)

Keywords

    Cemetery Structure, Trade And Exchange, Burial Customs, Social Complexity, Chronlogical Development, Provenance Analyses

Abstract Endbericht

Unsere Kenntnis der altägyptischen Kultur gründet sich in einem ungewöhnlichen Ausmaß auf die Ausstattung, Architektur und Dekoration von Gräbern. Einerseits fußt dies auf den außergewöhnlich günstigen klimatischen Bedingungen Ägyptens, aufgrund derer Grabbeigaben sehr gut erhalten sind. Andererseits führte das altägyptische Verständnis des Jenseits zu einer Vielzahl von Friedhöfen, die fern der Siedlungen in Wüstengebieten angelegt und damit nicht modern überbaut sowie reichhaltig ausgestattet wurden. Aufgrund der schieren Masse an Funden in Ägypten, ist es eher die Ausnahme als die Regel, daß sämtliche vorgefundenen Gräber vollständig ausgegraben und umfassend veröffentlicht wurden. Eine dieser Ausnahmen bildet der Friedhof von Turah, der sich heute unter einer Vorstadt Kairos befindet. Er wurde 1910 von Hermann Junker ausgegraben und 1912 herausragend publiziert. Noch ungewöhnlicher ist allerdings die Tatsache, daß nahezu sämtliche Objekte nach Wien gebracht und nur ein geringer Teil in weitere Sammlungen in Europa verteilt wurden. Dies erlaubt eine leicht zugängliche Neuuntersuchung der Objekte auf moderner Basis, mit neuen Techniken und neuen Fragestellungen. Auf Grundlage der bestehenden Publikation sind Vergleiche mit Objekten von anderen Orten des ausgehenden 4. und beginnenden 3. Jt. v. Chr. unbefriedigend, da diese weitgehend auf Gruppenfotos und sehr wenigen Zeichnungen beschränkt ist. Auch ist es recht umständlich anhand der Gräberliste eine Vorstellung der Grabbeigaben an sich und ihre zeitliche Entwicklung zu erhalten. Standardgemäß wird in diesem neuen Projekt jedes einzelne Grab mit den jeweiligen Beigaben dargestellt in Zeichnungen, Fotos und genauen Beschreibungen. Neu hingegen ist die Veröffentlichung aller Daten am Projektende in einer online Datenbank sowie der gleichzeitigen Publikation sämtlicher Forschungsergebnisse in einer gedruckten Version. Die Objekte werden mit modernen Methoden und Techniken untersucht, die für ägyptische Objekte bislang erst selten angewendet wurden, wie etwa die Petrographie und Neutronen-Aktivierungs-Analyse zur Herkunftsbestimmungverschiedener Keramikgefäße oderdie Blei-Isotopten-Analysefür Metallobjekte. Anhand dieser Analysen soll u.a. folgenden, überwiegend völlig neuen Fragen nachgegangen werden: Waren die Gräber dieses Friedhofs nur mit lokalen Produkten gefüllt oder stammen welche aus anderen Regionen Ägyptens?, Unterscheiden sich diese Gräber von den zeitgenössischen oder sind die Grabbräuche über Gesamtägypten sehr ähnlich? oder Was können wir über die religiösen Vorstellungen sagen? Sind Unterschiede bei den Gräbern auf die Religion oder den sozialen Status zurückzuführen? Und schließlich: Was war die Rolle dieses Ortes im Rahmen der Staatsentstehung?

Als Hermann Junker 1910 den in der Nähe von Kairo gelegenen Friedhof Turah ausgrub, durfte er einen Großteil der Beigaben nach Wien mitnehmen, genauer gesagt: 1028 der von ihm dokumentierten 1316 Objekte. Von diesen befindet sich bis heute der Großteil (ca. 84 %) im Kunsthistorischen Museum, während kleinere Mengen an das Institut für Ägyptologie und das Technische Museum in Wien, das Joanneum in Graz, das Archäologische Museum in Krakau und die Ägyptischen Museen in Berlin, Hildesheim und Leipzig verteilt sind. Von den 588 freigelegten Gräbern datieren fast alle in die Zeit vom Ende des 4. und dem Beginn des 3. Jt. v. Chr., weitere 30 Gräber stammen aus dem Beginn der 4. Dynastie (ca. 2600 v. Chr.). Dank der für damalige Verhältnisse hervorragenden Dokumentation, bildete Turah immer eine wichtige Rolle für das Verständnis dieses Zeitraums, doch reicht sie für heutige Fragestellungen nicht mehr aus. Das Material wurde daher erstmals in Zeichnung, Einzelphotos und genauer Beschreibung dokumentiert, um es so besser vergleichbar zu machen. Es wurden außerdem eine Vielzahl von naturwissenschaftlichen Analysen angewendet, die an neu ausgegrabenem Material in Ägypten nicht möglich sind, da die Ausfuhr von Proben verboten ist, das Land aber nicht über die notwendigen Technologien verfügt. So konnte erstmals eine Niltonart festgestellt werden, die für einen bestimmten Fundort spezifisch ist. Bislang ging man davon aus, daß alle alluvialen Tone entlang des Nils identisch sind. Keramikgefäße aus anderen Tonen wurden in verschiedenen Gebieten Mittel- und Oberägyptens hergestellt. Auch Steingefäße kommen aus dem gesamten Land. Am ausgeprägtesten zeigen sich die überregionalen Netzwerke bei den Schmucksteinen, die sowohl aus den Randgebirgen des Nils stammen, als auch aus Gebieten des Roten Meeres und der Westwüste. Ergänzt sind sie durch Korallen und Schnecken aus dem Roten und dem Mittelmeer. Neu ist auch die Entdeckung einer künstlichen Paste, die so perfekt Halbedelsteine imitiert, daß sie nur unter einem Rasterelektonenmikroskop erkennbar ist. Auch die Kupferobjekte kommen sowohl aus bekannten Abbaugebieten im Sinai als auch aus bislang wenig bekannten Orten der Ostwüste. Insgesamt beweisen die Funde, die Eingebundenheit Turahs in die bestehende kulturelle Einheit Ägyptens bereits vor der Staatsentstehung und die Nähe zum Zentrum des Staates, auch wenn es Unterschiede zu den Elitefriedhöfen gibt. Neu ist zudem die Erkenntnis, daß der Friedhof eine Clan- oder Familienstruktur aufweist, bei der aufwendigere Grabanlagen von einfacheren Gräbern umgeben sind. Der Unterschied zeigt sich überraschenderweise allerdings nur an der Bauweise und Größe der Gräber, nicht an der Anzahl der Beigaben oder der Benutzung von Särgen, denn beides ist auch in kleinen Grubengräbern vorhanden. Auffallend hoch ist der Anteil von Gräbern ohne jegliche Beigaben, was womöglich unterschiedliche Jenseitsvorstellungen reflektiert, wohingegen die Anzahl von Kindergräbern so gering ist, daß von weiteren Bestattungsplätzen auszugehen ist.

Forschungsstätte(n)
  • Kunsthistorisches Museum Wien - 8%
  • Technische Universität Wien - 2%
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 90%
Nationale Projektbeteiligte
  • Regina Hölzl, Kunsthistorisches Museum Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
  • Johannes Sterba, Technische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Regine Schulz, Sonstige öffentl. rechtl. Forschungseinrichtung - Deutschland
  • Friederike Seyfried, Staatliche Museen zu Berlin - Deutschland
  • Jacek Gorski, Archaeological Museum Krakow - Polen
  • Dietrich Raue, Deutsches Archäologisches Institut, Kairo - Ägypten

Research Output

  • 2 Publikationen
Publikationen
  • 2023
    Titel Ice XII: Proceedings of the Twelfth International Congress of Egyptologists, 3rd - 8th November 2019, Cairo
    Typ Book
    Autor El-Aguizy Ola
    Verlag Ifao
  • 2021
    Titel Egypt at its Origins 6: Proceedings of the Sixth International Conference "Origin of the State. Predynastic and Early Dynastic Egypt", Vienna, 10th - 15th September 2017
    Typ Book
    Autor Koehler E.C.
    Verlag Peeters Publishers

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