Generalized symmetries in quantum tensor networks
Generalized symmetries in quantum tensor networks
Disciplines
Physics, Astronomy (100%)
Keywords
-
Quantum many-body physics,
Tensor networks,
Global symmetries,
1D symmetry protected topological phases
Fest, flĂŒssig und gasförmig sind die klassischen Phasen der Materie, und die ĂbergĂ€nge zwischen ihnen erfolgen durch Temperatur- und DruckĂ€nderungen. Dabei stellen flĂŒssig und gasförmig ein und dieselbe Phase dar, wĂ€hrend es mehr als eine feste Phase gibt. Die ErklĂ€rung fĂŒr diese Unterscheidungen liegt in der Rolle der Symmetrien in der Materie. FlĂŒssigkeiten und Gase haben keine inhĂ€rente Symmetrie, und in Festkörpern entsprechen die verschiedenen kristallinen Strukturen unterschiedlichen Gittersymmetrien. Die Klassifizierung dieser Variationen ist entscheidend fĂŒr das VerstĂ€ndnis der klassischen Phasen der Materie. Die KomplexitĂ€t nimmt zu, wenn man sich in den Quantenbereich auf winzigen Skalen begibt. In diesem Bereich treten selbst am absoluten Nullpunkt verschiedene Phasen auf, wobei die PhasenĂŒbergĂ€nge durch Quantenfluktuationen gesteuert werden. Diese KomplexitĂ€t bietet jedoch auch Chancen, da Quantenphasen der Materie exotische PhĂ€nomene aufweisen, die fĂŒr Anwendungen wie topologisches Quantencomputing genutzt werden können. Im Jahr 2016 wurden J. Michael Kosterlitz, David J. Thouless und Duncan Haldane fĂŒr die Entdeckung exotischer Quantenphasen der Materie mit dem Nobelpreis fĂŒr Physik geehrt. Ihre Arbeit hat unter anderem gezeigt, dass dieselbe Symmetrie zu unterschiedlichen Quantenphasen fĂŒhren kann - eine Abweichung von den herkömmlichen Phasen, bei denen die kristalline Struktur die gesamte Phase bestimmt, wie am Beispiel von Eis zu sehen ist. Der Unterschied zwischen Quantenphasen mit identischen Symmetrien ergibt sich aus der VerschrĂ€nkung zwischen den Teilchen, d. h. aus Quantenkorrelationen. Diese scheinbar kontraintuitive Eigenschaft, die Albert Einstein als "spukhafte Fernwirkung" bezeichnete, wurde unter anderem vom österreichischen Physiker Anton Zeilinger experimentell nachgewiesen. Zeilinger, Alain Aspect und John F. Clauser erhielten 2022 gemeinsam den Physik-Nobelpreis fĂŒr ihre Experimente mit verschrĂ€nkten Photonen, mit denen sie die Verletzung der Bell-Ungleichungen nachwiesen und Pionierarbeit auf dem Gebiet der Quanteninformation leisteten. Unser Projekt zielt darauf ab, verallgemeinerte Symmetrien in Quantenspinketten zu erforschen. Diese Symmetrien wirken kohĂ€rent auf das gesamte System, im Gegensatz zu gewöhnlichen Symmetrien, die unabhĂ€ngig auf einzelne Teilchen wirken. Tensornetzwerke dienen als unser primĂ€res technisches Werkzeug, das die Modellierung von verallgemeinerten Symmetrien und ZustĂ€nden, die unter ihnen invariant sind, ermöglicht. Tensornetzwerke haben den Vorteil, dass sie eine "geringe VerschrĂ€nkung" zwischen den Teilchen aufweisen, was eine realistische AnnĂ€herung an die lokalen Wechselwirkungen in der Natur darstellt. Dieser Rahmen ermöglicht es uns, umfangreiche Objekte mit Hilfe kleinerer Bausteine aufzubauen, was die Untersuchung dieser Systeme erleichtert und die sich aus den lokalen Eigenschaften ergebenden globalen Eigenschaften aufzeigt. Insbesondere werden die verschiedenen symmetrischen Phasen in der lokalen VerschrĂ€nkung kodiert. DarĂŒber hinaus bieten Tensornetzwerke einen allgemeinen Formalismus, mit dem verschiedene Arten von Symmetrien angegangen werden können, ohne dass bestimmte Realisierungen die relevanten Merkmale verdecken.
- Universidad Autonoma de Madrid & CSIC - 100%
- Norbert Schuch, UniversitÀt Wien , national collaboration partner
Research Output
- 1 Publications
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2025
Title Internal structure of gauge-invariant projected entangled pair states DOI 10.1088/1751-8121/adae83 Type Journal Article Author Blanik D Journal Journal of Physics A: Mathematical and Theoretical